Auszug aus der Bleichsteinhalle: BVB braucht zum Abschied gegen Neckarsulm zwei Punkte

BVB-Handball-Frauen

Wenn die BVB-Handballerinnen am Samstag gegen Neckarsulm ihre Chance auf Platz vier am Leben halten wollen, heißt es auch: Abschied nehmen. Die Schwarzgelben verlassen ihre Interims-Heimat.

Dortmund

, 26.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Auszug aus der Bleichsteinhalle: BVB braucht zum Abschied gegen Neckarsulm zwei Punkte

Sauberer Abschied? Clara Woltering und Svenja Huber wollen sich mit einem Sieg aus Herdecke verabschieden. © Peter Ludewig

Für Borussia Dortmund heißt es am Samstagabend Abschied nehmen. Die Bundesliga-Partie gegen die Neckarsulmer Sport-Union ist gleichzeitig das letzte Spiel in dieser Saison, das die Schwarzgelben in der Bleichsteinhalle in Herdecke austragen werden.

Zum Saisonabschluss am 18. Mai ziehen die BVB-Handballerinnen dann wieder zurück in ihr Wohnzimmer nach Wellinghofen. „Der Verein, die Mannschaft, die Fans – alle freuen sich schon riesig darauf“, sagte BVB-Trainer Gino Smits am Donnerstag. „Aber wir müssen uns auch bei allen in Herdecke für die tolle Unterstützung bedanken.“

Als Abschiedsgeschenk soll es am Samstag (19.30 Uhr, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) zwei Punkte für den BVB geben. Und die braucht es auch, um die theoretische Chance auf Platz vier weiter am Leben zu erhalten.

BVB braucht Sieg gegen Neckarsulm unbedingt

Bei nur noch vier ausstehenden Partien beträgt der Rückstand des Tabellensechsten aus Dortmund (23:21 Punkte) auf den Vierten Buxtehude (27:17) bereits vier Punkte. „Wir brauchen diesen Sieg unbedingt, um unser gesetztes Ziel noch erreichen zu können“, sagte Smits, der seine Mannschaft gegen Neckarsulm „klar favorisiert sieht“.

Auch Clara Woltering, Torhüterin von Borussia Dortmund, will trotz der vergangenen drei Niederlagen in Serie noch nicht resignieren. „Wir haben jetzt ein paar Federn gelassen, aber aufgeben gibt es nicht“, sagte die 36-Jährige, die ihre Karriere nach der Saison bekanntermaßen beenden wird.

Verabschieden würde sie sich gerne mit dem Einzug ins internationale Geschäft. „Wir haben in der letzten Saison gesehen, was alles möglich ist, wenn man bis zum Schluss kämpft“, erinnerte Woltering an das Finish im vergangenen Jahr. Damals sicherte sich der BVB erst am letzten Spieltag mit einem Sieg in Bietigheim den vierten Platz. „Handball ist ein Sport, in dem immer alles möglich ist“, sagte sie.

Fehlendes Selbstvertrauen nach zuletzt drei Niederlagen

Doch die zurückliegenden Negativerlebnisse haben viel Selbstvertrauen gekostet. „Wir tun uns nach wie vor im Angriff schwer“, sagte Smits. Was fehlt, sind Tore über die schnelle Mitte, über die erste und zweite Welle. „Es geht darum, in der Abwehr fokussiert zu arbeiten und schnell umzuschalten. Daran arbeiten wir.“

Immerhin: Nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall in der Vorwoche ist Spielmacherin Caroline Müller wieder fit. Auch Torhüterin Rinka Duijndam (Bänderriss) könnte am Samstag wieder im Kader stehen.

Gegen den Tabellen-13. aus Neckarsulm (11:33 Punkte) kommt es auch zum Wiedersehen mit einer alten Bekannten. Die Spanierin Irene Espinola Perez wechselte erst im vergangenen Sommer nach einer Saison im schwarzgelben Trikot nach Baden-Württemberg und avancierte dort hinter Bundesliga-Topscorerin Nele Reimer (148 Tore) zur zweiterfolgreichsten Werferin ihres Teams (81).

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt