31:24 - Positiver Lauf der BVB-Frauen geht weiter

Handball: Bundesliga

Der positive Lauf der Handball-Frauen von Borussia Dortmund geht weiter! Nach einem Einzug ins "Final Four" gewann das Team von Trainerin Ildiko Barna das Bundesliga-Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers am Samstagabend vor 700 Zuschauern in der Halle Wellinghofen mit 31:24 (15:10).

DORTMUND

, 16.01.2016, 22:17 Uhr / Lesedauer: 2 min
31:24 - Positiver Lauf der BVB-Frauen geht weiter

Sieben Tore gegen Bad Wildungen: Rafika Ettaqi (r.).

Mit sieben Treffern unterstrich Rafika Ettaqi im halbrechten Rückraum ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Die Rückraum-Halbrechte sprang erfolgreich in die Bresche, als Dortmunds erfolgreichste Schützin Nadja Nadgornaja durch eine Manndeckung in ihren Aktionen ziemlich limitiert war. Die offensive 5:1-Deckung der Gäste bereitete dem BVB nur in der ausgeglichenen Anfangsphase einige Probleme. „Sie haben gut zugemacht“, meinte Kreisläuferin Anne Müller, „es war heute nicht leicht für uns, zu freien Würfen zu kommen.“

Geduldig gespielt

In der Endphase aber hielten die Gäste aus Hessen diese Marschroute ihrer Trainerin Tessa Bremmer – einer von drei ehemaligen Schwarzgelben in den Reihen der „Vipers“, nicht mehr durch. „Dass wir verlieren“, meinte Bremmer, „war irgendwie schon einkalkuliert. Aber die Art und Weise hat mir am Ende nicht mehr gefallen.“

 

  Auch für Dortmunds Trainerin Ildiko Barna gab es nach einer Partie, in der vieles deutlich schwerer von der Hand ging als noch am vergangenen Wochenende beim Pokalsieg gegen Celle, einige Ansatzpunkte für Kritik. Barna aber durfte auch zufrieden registrieren, dass es ihrer Mannschaft mittlerweile gelingt, Gegner dieses Kalibers mit Geduld zu bespielen – eine Stärke aus der Vorsaison, als die Qualität, individuell immer zulegen zu können, viele Partien am Ende zugunsten des BVB entschied. „Ich habe aber auch gesehen“, meinte Barna, „dass drei Spiele in diesem Jahr ohne Niederlage für ein ausgeprägtes Selbstvertrauen gesorgt haben.“

Barna zufrieden

Bis zum 6:8 hielt Bad Wildungen durch eine gute Abwehrarbeit die Partie offen. Dann setzte Clara Woltering, die ihren Platz im Tor diesmal für Mandy Burrekers räumte und nur bei Siebenmetern aufs Feld kam, ein erstes emotionales Ausrufezeichen, als sie den Strafwurf von Sarah van Gulik parierte.

Später wehrte Woltering sogar noch einen zweiten Siebenmeter ab. Auch ihre Vertretung machte einen guten Job: Burrekers hielt 14 Würfe der Gäste, nicht immer musste sie dabei tief in die Trickkiste greifen – zu limitiert in der Offensive waren die Hessen, zumal sich die Abwehr des BVB im Spielverlauf steigern konnte.

Nur bei 16:19 kam Bad Wildungen nach dem Seitenwechsel noch einmal auf drei Tore heran, näher allerdings nicht mehr. Positiv für Barna, dass sich bis auf Saskia Weisheitel und Carina Schäfer alle eingesetzten Spielerinnen auch als Torschützinnen auszeichnen konnten. „Es war heute nicht spektakulär und aufregend, aber wir haben bewiesen, dass wir auch solche Spiele für uns entscheiden können“, meinte die Trainerin. Sie wirkte daher fast so zufrieden wie nach dem Sieg gegen Celle

BVB-Tore: Ettaqi (7), Schmele (5/5), Nadgornaja (5), Kramer (5), Selmeci (3), Müller (2), Vaszari (2), Zimmermann (1), Potocki (1)

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