Weniger Bauwillige in Ahaus

01.07.2008, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Es waren schon deutlich mehr Baukräne in Ahaus zu sehen als derzeit - ein Anzeichen für das deutliche Nachlassen des Booms im privaten Wohnungsbau, der kreisweit zu beobachten ist. Nach den neuesten Zahlen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik ging die Zahl der Baugenehmigungen im Kreis Borken im Vergleich des jeweils ersten Quartals 2007 und 2008 um 47 Prozent von 258 auf 136 Genehmigungen zurück. Diesen Trend, so der Technische Beigeordnete Michael Tacke, sei auch in Ahaus festzustellen. Die Statistik des Fachbereichs Bauordnung weist für Ahaus im ersten Quartal 2008 86 Baugenehmigungen aus. Im ersten Quartal des Vorjahres waren es noch 157.

Die Zahl der Bauanträge in Ahaus hatte zuletzt 2005 mit 464 einen Höhepunkt erreicht. Viele Bauherren stellten damals ihren Antrag, um noch in den Genuss der auslaufenden Eigenheimzulage zu kommen, erklärt Klaus Reinermann vom Fachbereich Bauordnung. 2006 wurden nur 331 neue Anträge gestellt, 2007 waren es mit 358 wieder etwas mehr.

"Wir schrumpfen nicht"

Für den Technischen Beigeordneten Tacke, der seit genau einem Jahr im Amt ist, sind die Zahlen in Verbindung mit dem demographischen Wandel ein Indiz dafür, dass Stadt nicht mehr in dem rasanten Tempo der vergangenen Jahrzehnte wachsen wird. "Gottseidank schrumpfen wir aber noch nicht." Bei einem Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit seinem Vorvorgänger Reinhard Sommer sprach Tacke aber von neuen Aufgabenstellungen. "Heute gilt es verstärkt Strukturen zu sichern, Flächen zu schonen, innerstädtische und innerdörfliche Entwicklungspotenziale zu nutzen."

Sommer, der von 1978 bis 2001 als Baudezernent die Entwicklung der Stadt mitgestaltete, tat dies ganz im Zeichen stetigen bis stürmischen Bevölkerungswachstums. Sommer: "Es ging manchmal auch viel zu schnell". gro

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