Wie es um den Straßenkarneval in Ottenstein und Wüllen in der kommenden Session bestellt ist, mögen die Karnevalisten noch nicht abschätzen. Beide Vereine wollen aber für eine fast normale Session planen. © Stephan Rape
Besondere Session

Vorbereitung für Karneval unter Corona-Vorzeichen läuft auf Hochtouren

„Festo“ und „Helau“ erschallten in der vergangenen Session nur online. Das soll sich nicht wiederholen. Die KG Burggeister und der Verein Klein-Köln planen mit einer (fast) normalen Session.

2020/2021 ist der Karneval fast komplett der Pandemie zum Opfer gefallen. Veranstaltungen geschweige denn der Straßenkarneval in Klein-Köln oder der Feste Ottenstein waren denkbar.

Auch für die kommende Session hat der Karnevalsverein Klein-Köln in Wüllen kein Prinzenpaar bestimmt. Zumindest nicht auf die übliche Weise: Die aktuelle Prinzennachbarschaft Vissingskamp hatte schon Anfang des Sommers zusammen mit dem Vorstand entschieden, kein Dreigestirn aus ihren Reihen aufzustellen.

Doch noch eine Session ohne Dreigestirn sollte es in Wüllen nicht geben. Schließlich gehe der Verein auch davon aus, dass durch den Impffortschritt und durch das Testen eine weitestgehend normale Session möglich sei. Deswegen hat der Verein unter seinen Aktiven nach Freiwilligen für das Dreigestirn gesucht.

Suche nach dem Dreigestirn soll einmalige Ausnahme bleiben

„Falls auch die kommende Session ausfallen müsste, sollte es wenigstens kein Dreigestirn aus den Nachbarschaften treffen“, sagt Geschäftsführer Thorsten Uschok auf Nachfrage. Die Auswahl sei in trockenen Tüchern, fügt er hinzu. Aber natürlich würden noch keine Namen genannt. Insgesamt sei dieses Vorgehen aber überall auf positive Resonanz gestoßen. Diese Suche nach einem Dreigestirn soll aber ganz klar eine einmalige Ausnahme bleiben.

Die Frage, welche Anforderungen die Karnevalisten dann erfüllen müssen – 2G oder 3G – beantwortet Thorsten Uschok noch nicht. „Das lassen wir bewusst noch offen“, sagt er. Dabei hoffe der Verein auch auf eine offizielle Vorgabe.

Klarere Perspektive erst im Dezember

Im Dezember könne der Verein da sicherlich schon klarer sehen. Vielleicht werde auch von Veranstaltung zu Veranstaltung geplant. Insgesamt sei das alles aber noch sehr kurzfristig regelbar. Ganz klar werde der Verein aber alle Vorgaben einhalten und kein Risiko eingehen.

Ein paar Kilometer weiter in der der Feste Ottenstein laufen die Vorbereitungen auf die närrische Jahreszeit fast wie in einem normalen Jahr. Über das Prinzenpaar musste da bisher noch nicht entschieden werden. „Das wird ja gewählt“, sagt Carsten Berthues, Präsident der KG Burggeister am Montagmittag. Am 6. November bei „Karneval meets Comedy“ soll es soweit sein.

„Wir gehen – Stand heute – davon aus, dass alles läuft wie sonst auch“, fügt er hinzu. Damit meint er die Veranstaltungen der Karnevalsgesellschaft. Für die gelte ganz klar die 2G-Regelung: Teilnehmer müssen also genesen oder vollständig geimpft sein.

Fast alle Burggeister sind schon geimpft

Bei den Vereinsmitgliedern sei das kein Problem. Die seien ohnehin alle durchgeimpft. Das habe schon das vergangene Sommerfest gezeigt, fügt der Präsident hinzu. Auch für die strenge Regel habe der Vorstand gemeinsam gestimmt. Einstimmig, um genau zu sein. Und entsprechend früh wurde die Entscheidung auch bekannt gegeben. „Die Verantwortung, falls aus Leichtsinn etwas schief geht, will keiner übernehmen“, macht er deutlich. Auch in Ottenstein gilt: Die Gesundheit geht vor.

Wie es allerdings um Straßenkarneval und den Rosenmontagsumzug stehe, mag Carsten Berthues im Moment noch nicht abschätzen. Dafür könne sich noch zu viel verändern. Natürlich soll der Narrenzug wenn es irgendwie möglich ist, durch Ottenstein ziehen, doch für eine klare Ansage sei es einfach noch zu früh. „Das müssen wir noch abwarten“, erklärt er. Und noch etliche Gespräche führen: mit den Wirten, dem Gesundheits- und Ordnungsamt.

Sein Blick geht in die Nachbarschaft: Der Dodgeball Beach Cup und auch die Karpaten Open seien im Moment ja gute Probeläufe für Veranstaltungen mit vielen Besuchern.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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