Offener Treff per Videokonferenz: Das Jugendwerk Ahaus verlagert sein Angebot im Lockdown komplett ins Internet. Sobald die Offenen Treffs wieder öffnen dürfen, werde auch da das Programm wieder hochgefahren. © Jugendwerk Ahaus
Jugendarbeit im Lockdown

Videokonferenz nicht als Selbstzweck: Jugendwerk bietet buntes Programm

Das Jugendwerk Ahaus bietet seine Offenen Treffs im Lockdown ausschließlich online an. Das funktioniert gut. Dabei reiche es aber nicht mehr aus, einfach nur eine Videokonferenz zu starten.

Das Jugendwerk Ahaus hat auch in diesem Lockdown alles daran gesetzt, Kindern und Jugendlichen die Zeit zu Hause zu verschönern und sie durch diese Zeit zu begleiten. Laura Hakvoort, Leiterin des Jugendwerks, freut sich darüber, dass die Angebote weiter auf viele Teilnehmer stoßen.

Im Offenen Treff etwa wurde online gebastelt, gespielt, gebacken, gekocht oder auch einfach mal nur gequatscht. Auspowern konnten sich alle in den Live-Sportangeboten. Dabei lernten Kinder und Jugendliche, mit ihrem eigenen Körper zu trainieren, oder konnten das Tanzbein bei einer Tanzstunde in Zoom schwingen.

Rund 400 Kinder und Jugendliche sind dabei

Das Online-Angebot wurde bisher von rund 400 Kindern und Jugendlichen angenommen. „Jeden Tag soll etwas stattfinden“, erklärt Laura Hakvoort. Dabei richte sich das Angebot – wie in den Offenen Treffs üblich – nach den Wünschen der Teilnehmer. Jede Woche stehe das Jugendwerk mit zwei Sportangeboten und drei Offenen Treffs parat. Positive Resonanz bekommen die Mitarbeiter vom Jugendwerk dabei nicht nur von der eigentlichen Zielgruppe. „Auch die Eltern freuen sich, dass wir ein regelmäßiges Programm anbieten und so für etwas Entlastung sorgen“, sagt sie lachend.

Gerade bei den Jugendlichen stelle auch das Jugendwerk eine „Online-Müdigkeit“ fest. Es reiche nicht mehr, die Kinder und Jugendlichen einfach nur zu einer Videokonferenz einzuladen. „Die Videokonferenz darf nur Mittel zum Zweck sein“, erklärt Laura Hakvoort. Es gehe den Jugendlichen um das angebotene Programm. Durchaus ein deutlicher Unterschied zum ersten Lockdown. Da habe das digitale Treffen als solches schon ausgereicht.

Wetter sorgte für angenehme Abwechslung

Die vergangenen Schneetage hätten auch bei den Jugendlichen für einige Abwechslung gesorgt. „Man konnte wirklich sehen, wie sie die Abwechslung genossen haben“, erklärt die 25-Jährige. Insgesamt sei die Stimmung unter den Ahauser Kindern und Jugendlichen aber auch so noch „in Ordnung“.

Ebenfalls gut angenommen wird die Überraschungspost: Dabei können sich Kinder und Jugendliche in ihrem Ortsteil wöchentlich eine Überraschung abholen. „Laut Aussagen der Kinder und Jugendlichen immer wieder das Highlight der Woche“, freut sich Laura Hakvoort. 100 Überraschungen wurden Woche für Woche abgeholt.

Weitere Online-Angebote in Planung

Auch in den nächsten Wochen will das Jugendwerk weitere Aktionen und Überraschungen vorbereiten – vorerst weiter online. „Falls wir unsere Offenen Treffs wieder öffnen dürfen, sind wir natürlich auch so schnell wie möglich persönlich wieder vor Ort“, sagt die Jugendwerks-Leiterin.

Nähere Informationen und Neuigkeiten gibt es auf der Homepage (www.jugendwerk-ahaus.de), der Facebook-Seite sowie auf dem Instagram-Account des Jugendwerks Ahaus.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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