Uta Krebs lässt Therapiehund Balu von seinem spannenden Leben erzählen

Kinderbuch

Uta Krebs hat ein Kinderbuch über ihre tierischen Begleiter geschrieben. Therapiehund Balu, ein Berner-Sennen-Rüde, erzählt darin von seinem Leben und seiner Arbeit.

Ahaus

von Ralph Schippers

, 21.05.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Berner Sennenhund Balu ist jetzt der Held in einem Kinderbuch, sehr zur Freude von Frauchen Uta Krebs und der Buchhändlerin Andrea Brümmer. Foto Schippers

Der Berner Sennenhund Balu ist jetzt der Held in einem Kinderbuch, sehr zur Freude von Frauchen Uta Krebs und der Buchhändlerin Andrea Brümmer. Foto Schippers © Ralph Schippers

Uta Krebs hat 26 Jahre für den Caritasverband des Dekanats Ahaus-Vreden zusammen mit emotional-geistig und/oder motorisch auffälligen Kindern gearbeitet, bevor sie 2018 in den Ruhestand ging. Die meiste Zeit hat sie dies mit einem besonderen Begleiter getan.

Der Berner Sennenhund Balu und sein Vorgänger Merlin halfen der gelernten Erzieherin und Motopädin, in der Gruppen- und Einzel-Therapie entscheidende Fortschritte zu erlangen.

Steinfurterin kann viele Geschichten erzählen

Die 67-jährige Steinfurterin kann viele Geschichten erzählen von Erfolgen, die vielleicht nur durch die Mithilfe eines so sensiblen Wesens wie einen Hund, dazu noch speziell ausgebildet, bei ihren Schützlingen in Kitas, in der Frühförderung oder in Beratungsstellen erzielt werden konnten. „Kinder mit Entwicklungsverzögerungen zeigen auf einmal Selbstbewusstsein, werden entspannt, kommen aus sich heraus, sprechen sogar, wo sie es zuvor nicht oder nur eingeschränkt getan haben“, berichtet Uta Krebs.

Hunde wie der inzwischen zwölfjährige Balu fungierten als Türöffner, worauf sie als Erzieherin mit tiergestützter Therapiebegleitung aufbaute. Erfahrungen, mit denen sie anderen Erziehern, Eltern oder Mitarbeitern in Beratungsstellen unterstützen möchte. Daraus entstand die Idee eines Bilderbuches.

800 Exemplare des Kinderbuchs erscheinen

In einer Auflage von 800 Exemplaren ist der Band, den die Ehefrau des früheren Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, Rolf Krebs, verfasst hat, jetzt im Reinhardt-Verlag erschienen.

Das als „anregendes Vorlesebuch“ konzipierte Werk lässt die lauschenden und schauenden Kinder teilhaben an Balus Leben – von seiner Geburt bis zum fertig ausgebildeten Begleithund. Das Besondere: Die Erlebnisse sind aus der Perspektive des Tieres geschrieben, „das ist ungewöhnlich und lustig zugleich“, weiß Uta Krebs um die öffnende Wirkung.

Hinzu kommt eine ansprechende Illustration, die in Aquarelltechnik gehalten ist und mit der die Autorin so manche Stunde in ihrem Atelier auf dem Dachboden des Hauses verbracht hat. Mit überzeugendem Ergebnis: Der Münchener Verlag hat ihn jetzt in sein Bilderbuch-Portfolio übernommen.

Enkelin hat das Bilderbuch getestet

Uta Krebs hofft nun, dass das Bilderbuch einen guten öffentlichen Zuspruch erfährt. Dabei stützt sie sich auch auf ihre Enkelin Mali. Die durfte den Band in seiner Urform schon „begutachten“ – und zeigte sich begeistert über die Geschichten, die der Berner Sennenhund erzählt.

Einen Interessenten mit größerer Nachfrage gibt es auch schon: Ihr früherer Arbeitgeber, der Caritasverband, hat bereits 50 Exemplare vorbestellt. Dass der zwölfjährige Balu, der vor zwei Jahren zusammen mit seinem Frauchen in Pension gegangen ist, noch mal so bekannt wird, hätte er wohl auch nicht gedacht.