Und was ist mit Oper?

15.07.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Wollen die Ahauser wirklich Opern hören? Wie kommt die Programmauswahl für die Theaterringe eigentlich bei den Abonnenten an? Diese Fragen, die im Kulturausschuss gestellt wurden, hat der Fachbereich Kultur der Stadt Ahaus kurzerhand in Fragebogenform am Rande zweier Aufführungen an die Besucher der beiden Theaterringe weitergegeben.

250 von 480 Theaterbesucher füllten den Fragebogen aus. Das Resultat stellte Dr. Margret Karras im Kulturausschuss vor: Fast Dreiviertel des antwortenden Publikums (72 Prozent) ist mit der Stückeauswahl ganz oder meistens einverstanden. Knapp sechs Prozent sprachen sich für mehr Sprechtheater aus. Fast 14 Prozent dagegen wünschen sich mehr Musiktheater. Also mehr Opern? Diesen Schluss legt die Umfrage nicht nahe.

Gefragt wurde nämlich auch, welche Veranstaltungen gern oder besonders gern besucht werden. In beiden Theaterringen lag das Musical mit über 90 Prozent Zustimmung auf Platz eins. Bei der Oper und der Operette scheiden sich die Geister von Ring A (70- und 75-prozentige Zustimmung) und Ring B (48- und 65-prozentige Zustimmung) deutlich. Der Ring B tendiert stärker zu Krimis und Komödien. Die Vielfalt des Angebots aber erfreut beide Ringe gleichermaßen. Die Frage nach einer möglichen Trennung der Abonnements in Sprech- und Musiktheater schaffte in beiden Theaterringen nicht einmal die Fünf-Prozent-Hürde.

Renate Schulte (UWG), die mit ihrer Nachfrage im Kulturausschuss den Anstoß für die Umfrage gegeben hatte, regte nach Vorstellung der Umfrageergebnisse an, hin und wieder im Ring B auf Opern zu verzichten und stattdessen auch Kabarett oder Konzerte mit ins Programm aufzunehmen. gro

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