Auch in Ahaus wurde beim landesweiten Masken-Kontrolltag fleißig kontrolliert. Unter anderem nahm die Bundespolizei die RB51 ins Visier. © Markus Gehring
Masken-Kontrolltag

Über 800 Maskenmuffel erwischt – auch Ahauser Ordnungsamt im Einsatz

Busse, Züge und die entsprechenden Haltestellen – sie standen am Dienstag beim landesweiten Masken-Kontrolltag im Fokus. Auch in Ahaus wurde kontrolliert. Von Bundespolizei und Ordnungsamt.

Pünktlich mit den ersten Pendlerströmen lief am Dienstag (24. November) der zweite landesweite Masken-Kontrolltag in Bussen, Zügen und Haltestellen an. Bundespolizei und Ordnungsämter waren im Einsatz. Auch in Ahaus wurde kontrolliert. In der Regionalbahn 51 und im Stadtgebiet. Die Abschlussbilanz hat einen faden Beigeschmack.

805 Verstöße wurden landesweit binnen acht Stunden geahndet. Um 7 Uhr liefen die Kontrollen an. Auch in der RB51, die über Ahaus fährt. Bundespolizisten waren im Zug im Einsatz, um die Fahrgäste zu kontrollieren. „Jeder, der in den Zug stieg, musste mit Kontrollen rechnen“, so Malte Schindler von der Pressestelle des Landesverkehrsministeriums auf Anfrage der Redaktion.

Viele Verstöße bei hohem Verkehrsaufkommen

Erschreckend mit Blick auf die Abschlussbilanz: Laut Landesverkehrsministerium war ein Großteil der erwischten Maskenmuffel ausgerechnet am Vormittag bei hohem Verkehrsaufkommen im Berufs- und Schülerverkehr unterwegs. Bis 12 Uhr wurden bereits 425 Verstöße festgestellt. Um 15 Uhr war Feierabend und 805 Verstöße zusammengekommen.

Seit 27. April 2020 schreibt die Coronaschutzverordnung vor, dass im ÖPNV eine Mund-und-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Das gilt nicht nur in Bussen und Bahnen, sondern ebenso in den Bahnhöfen, an Bahnsteigen und Haltestellen. Wer keine Maske trägt oder Mund und Nase nicht bedeckt hat, muss seit dem 12. August mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen.

Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DB, der Verkehrsunternehmen, der Aufgabenträger, der Ordnungsämter und der Bundespolizei waren bei den Schwerpunktkontrollen im Einsatz. Und so mischte auch das Ahauser Ordnungsamt mit. Allerdings nicht, das betont Stadt-Pressesprecher Stefan Hilbring auf Anfrage, im Rahmen der Schwerpunktkontrolle.

Ahauser Ordnungsamt ist täglich im Einsatz

„Das Ordnungsamt kontrolliert von der Aktion losgelöst täglich den Busbahnhof, die Busse und auch den Bahnhof.“ Dementsprechend seien die Außendienstmitarbeiter auch am Dienstag im Einsatz gewesen. Ob die Mitarbeiter dabei auch in die Busse einsteigen und mitfahren, um die Gäste zu kontrollieren, ist unklar. Dazu macht die Stadt keine Angaben.

Lokale Zahlen gibt es übrigens für diesen Kontrolltag nicht. Das Landesverkehrsministerium hält diese unter Verschluss. Es gehe um das Sensibilisieren, die Maske zu tragen. Dabei spiele der Ort von Verstößen keine Rolle. „Es soll ja kein Wettbewerb entstehen, wo die meisten Verstößen festgestellt wurden“, so Pressesprecher Malte Schindler.

Ein fader Beigeschmack bleibt

Verglichen mit dem ersten landesweiten Masken-Kontrolltag im August ist die Zahl der festgestellten Verstöße zwar um mehr als die Hälfte gesunken (August: 1707 Fälle), doch ein fader Beigeschmack bleibt, wenn man bedenkt, dass gerade zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen zahlreiche Verstöße registriert wurden.

Doch dem ungeachtet sagt Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Die Bahn ist auch in Corona-Zeiten ein sicheres Verkehrsmittel. Die allermeisten Menschen tragen ihre Maske, das haben die Schwerpunktkontrollen gezeigt. Gleichwohl werden wir auch weiter mit Kontrollen in Bus und Bahn, in Bahnhöfen, Bahnsteigen und Haltestellen auf die Maskenpflicht hinweisen.“

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