Thomas Hammwöhner (39) soll neuer Beigeordneter in Ahaus werden

dzNeuer Beigeordneter

Thomas Hammwöhner wird sich in der kommenden Ratssitzung der Wahl zum Beigeordneten der Stadt Ahaus stellen. Fraktionen und Verwaltungsvorstand haben ihn aus 16 Kandidaten ausgewählt.

Ahaus

, 26.06.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur ein Kandidat wird dem Rat der Stadt Ahaus in der Sitzung am Mittwoch, 3. Juli, vorgeschlagen. Die Wahl fiel im Vorfeld auf Thomas Hammwöhner (39). Er ist zurzeit bei der Stadt Gelsenkirchen als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtbaurats Martin Harter tätig und berät ihn in städtebauliche Fragen. Stimmt der Rat zu, könnte Hammwöhner am 1. Dezember seinen ersten Arbeitstag im Rathaus als Nachfolger von Georg Beckmann haben. Die Amtszeit gilt für acht Jahre.

„Ich freue mich über die Entscheidung“, sagte am Mittwoch Bürgermeisterin Karola Voß auf Nachfrage der Münsterland Zeitung. „Thomas Hammwöhner hat überzeugt wegen der fachlichen Voraussetzungen, der Persönlichkeit und seinem Bezug zu Ahaus.“ Thomas Hammwöhner ist in Ahaus aufgewachsen und zur Schule gegangen, sein Vater Dieter praktiziert hier als Arzt.

LEBENSLAUF

  • Thomas Hammwöhner ist in Ahaus aufgewachsen und hat nach dem Abitur Zivildienst in Vreden absolviert.
  • Es folgte das Studium der Raumplanung in Dortmund. Seine städtebauliches Referendariat absolvierte er in Frankfurt a.M..
  • Bis 2017 arbeitete Hammwöhner als Bereichsleiter Stadtentwicklung bei der Stadt Herten, danach wechselte er nach Gelsenkirchen.
  • Thomas Hammwöhner ist verheiratet und bald Familienvater

Insgesamt hatten sich 16 Kandidaten beworben, die meisten aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland. In die engere Auswahl kamen fünf Kandidaten, alles Männer. Insgesamt hatten sich nur wenige Frauen beworben, so Karola Voß. „Wir hatten sehr gute Bewerbungen. Es war sehr eng“, sagt sie über das Bewerberfeld. Die fünf Kandidaten hatten sich am 11. und 12. Juni vorgestellt. Die Entscheidung sei dann bei den Fraktionen und dem Verwaltungsvorstand einheitlich gewesen.

„Klassischer Stadtplaner“

Thomas Hammwöhner sagt über sich: „Ich bin klassischer Stadtplaner.“ Die Position hat ihn gereizt. „Ahaus ist eine dynamische Stadt, bietet viel Potenzial und ist gut aufgestellt für die Zukunftsherausforderungen“, so Hammwöhner. Noch wohnt er mit seiner Frau in Dortmund. Wählt der Rat ihn, will er mit seiner Frau und bis dahin auch einem Kind in Richtung Ahaus ziehen.

Gelsenkirchen und Ahaus sind zwar zwei sehr unterschiedliche Städte, so sagt der 39-Jährige im Gespräch. Trotzdem gebe es Themen, die hier wie da wichtig seien. „Mobilität wird ein großes Thema werden“, so Hammwöhner. „Das Radfahren wird sich mit den neuen Geschwindigkeiten verändern.“ Da müsse man auch über die Infrastruktur nachdenken. „Radschnellwege können auch für Ahaus interessant sein.“

„Radschnellwege können auch für Ahaus interessant sein.“
Thomas Hammwöhner

Klimaresilienz als Zukunftsfrage

Es gibt weitere Zukunftsfragen für Thomas Hammwöhner. Klimaanpassung und Klimaresilienz zählen für ihn dazu, aber auch beim Thema Digitalisierung sieht er Projekte auf Ahaus zukommen. Konkret für Ahaus hat er sich auch schon über das Thema Wallstraße informiert. Noch eins ist ihm wichtig: der Dialog mit der Bürgerschaft. „Stadtplanung ist nur gut, wenn sie Akzeptanz findet“, sagt Thomas Hammwöhner.

Die Stelle des Beigeordneten wird zum 1. Dezember vakant. Dann endet die achtjährige Amtszeit von Georg Beckmann. Eine Wiederwahl Beckmanns hatte der Rat in seiner Sitzung Ende Februar abgelehnt. Allgemeiner Tenor war, dass mit einer neuen Kraft Impulse für die städtebaulichen Entwicklungen in Ahaus erwartet würden.

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