550.000-Euro-Schmuckstück: Halle beim TCGW Ahaus punktgenau eingeweiht

dzHallen-Sanierung

Es war eine Punktladung für den Tennisclub GW Ahaus und die umfangreich sanierte Sporthalle. Passend zum Saisonstart wurde das neue Schmuckstück eingeweiht. Und die Halle hat viel zu bieten.

Ahaus

, 22.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es riecht noch nach alles ganz frisch. Wer die grundlegend sanierte Tennishalle beim TCGW Ahaus am Sonntag bei der offiziellen Einweihung betreten möchte, hat die Wahl: Schuhe aus oder spezielle Überzieher über die Schuhe. Der neue Boden soll geschont werden. Und der Hallenboden ist nur ein Baustein, der die Halle in den vergangenen Monaten in ein echtes Schmuckstück verwandelt hat.

Am Ende der großen Halle ziert eine Aufnahme des Ahauser Schlosses die Wand. Es ist das Highlight in den runderneuerten Hallen. Auch die WC- und Sanitäranlagen wurden richtig aufgewertet. Und bedenkt man, dass dies alles in nur wenigen Monaten und trotz Coronakrise realisiert wurde, kann man die gute Laune bei allen Beteiligten bei der offiziellen Einweihung am Sonntag (20. September) gut nachvollziehen.

Finanzierung ist ein bunter Mix

„Wir sind praktisch auf große Betteltour gegangen“, so der Club-Vorsitzende Christoph Börsting in seiner Ansprache. Nicht von der Hand zu weisen, denn die Finanzierung des rund 550.000 Euro teuren Projektes wurde mit einem bunten Mix realisiert. Unter anderem mit Fördergeldern aus dem Programm „Moderne Sportstätten“, Crowdfunding, Zuschüssen der Stadt und einem Kredit.

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„Uns hat dabei sehr die Volksbank unterstützt“, sagt Burghard Rosen aus dem Vorstand im Gespräch vor Ort. „Und man muss klar sagen, dass wir uns auch nicht überschuldet haben. Es steht alles auf einem soliden Fundament.“ Das sei man den rund 300 Mitglieder des 1948 gegründeten Clubs auch einfach schuldig.

Clubmitglieder packen kräftig mit an

Übrigens packten die Clubmitglieder bei der Realisierung oft selbst mit an. „Wir haben schon ein paar handwerklich versierte Mitglieder“, so der Vorsitzende. Für alle sei es dabei selbstverständlich gewesen, mit anzupacken. Und auch die Coronakise ließ die Sanierungs-Pläne nicht platzen. Im Gegenteil. „Ich habe mit allen Beteiligten gesprochen nach dem Lockdown und alle haben gesagt: Zieht es durch“, berichtet der Club-Vorsitzende.

Bürgermeisterin Karola Voß und Club-Vorsitzender Christoph Börsting

Bürgermeisterin Karola Voß und Club-Vorsitzender Christoph Börsting © Till Goerke

Dabei, und das betonen alle aus dem Vorstand, sei zwar GW Ahaus für die Umsetzung des Projektes verantwortlich, aber die Sache als solche sei ein Statement für den Tennissport und Standort in Ahaus und damit alle Vereine und Tennisbegeisterten. „Dass wir jetzt passend zum Start der Hallensaison (21. September - d. Red.) fertig geworden sind, ist einfach klasse“, freut sich Burghard Rosen.

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Viele Highlights in der Halle

Um nur ein paar Highlights der neuen Halle zu nennen: Aus der „Tropfsteinhöhle“ (Zitat Rosen) ist eine komplett wasserdichte und bestens ausgeleuchtete Halle mit nagelneuem Belag geworden. Der Clou: Die Beheizung erfolgt über eine spezielle Infrarot-Anlage. „Dabei werden nur die Bereiche des Spielers punktgenau erwärmt“, erklärt Burghard Rosen. So muss der Verein nicht die komplette Halle heizen. Somit vereint die neue Methode Umweltfreundlichkeit und monetäre Sparsamkeit.

Rund 70 Gäste waren zur offiziellen Hallen-Einweihung am Sonntag zum TCGW Ahaus gekommen.

Rund 70 Gäste waren zur offiziellen Hallen-Einweihung am Sonntag zum TCGW Ahaus gekommen. © Till Goerke

Angelaufen sind die Arbeiten im Mai, nachdem die Finanzierung sichergestellt war. Und weil klar war, dass die Halle ein Schmuckstück werden würde, reifte auch die Idee, die WC- und Sanitäranlagen zu renovieren. „Wir hätten unseren Mitglieder doch nicht eine tolle Halle, aber alte Sanitäranlagen verkaufen können“, so Christoph Börsting in seiner Ansprache.

Die Beheizung der Halle bzw. der Spielfelder erfolgt über eine spezielle Infrarot-Anlage.

Die Beheizung der Halle beziehungsweise der Spielfelder erfolgt über eine spezielle Infrarot-Anlage. © Till Goerke

Gesagt, getan. Alleine gut 26.000 Euro dafür kamen über die Crowdfundingaktion bei der Volksbank zusammen. „Das macht schon stolz, wenn es so viele Helfer und Gönner gibt“, so der Vorsitzende. Übrigens waren zur Einweihung rund 70 Helfer, Mitglieder und Ehrengäste wie Bürgermeisterin Karola Voß gekommen. Und sie alle wollten natürlich ganz besonders eines: die neue Halle bestaunen.

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