Das brennende Auto, in dem vermutlich der oder die Täter unterwegs waren, die einen Schuss auf einen 20-Jährigen abgaben. © Feuerwehr
Beweismittel gefunden

Suchaktion in Alstätte nach Schuss auf 20-Jährigen und Autobrand

Es gibt Hinweise, dass der Schuss auf einen 20-Jährigen in Enschede und ein brennendes Auto in Epe zusammen hängen. Am Donnerstag suchte die Polizei in Alstätte nach Beweismitteln.

Die Polizei hat am Donnerstagvormittag in Alstätte eine Suchaktion durchgeführt. Diese stand in Zusammenhang mit einem Vorfall, bei dem am vergangenen Sonntag in Enschede ein 20-jähriger Mann durch einen Schuss verletzt worden war. Der oder die Täter waren anschließend mit einem Auto geflüchtet. Das Fahrzeug war offenbar dasselbe, das später am Abend brennend in der Eper Bauerschaft Wieferthook entdeckt wurde, ein Ford Focus .

Wie der Sprecher der Kreispolizei, Frank Rentmeister, bestätigte, hatte die niederländische Polizei um Hilfe gebeten. Mitglieder einer Hundertschaft suchten die vermutliche Fahrtstrecke des Tatfahrzeugs ab. Mit schnellem Erfolg: „Westlich der Landstraße 560 haben wir Beweismittel gefunden“, sagte Rentmeister auf Anfrage unserer Zeitung.

28-jähriger Tatverdächtiger festgenommen

Der Schuss auf den 20-Jährigen war am Sonntag gegen 18.30 Uhr auf einem Tankstellengelände an der Buurserstraat in Enschede abgegeben worden. Am Montagnachmittag war ein 28-Jähriger festgenommen worden, der verdächtigt wird, mit dem Vorfall zu tun zu haben. „Der Mann ist immer noch in Gewahrsam und wird verhört“, so ein Sprecher der niederländischen Polizei auf Nachfrage. Dabei versuchen die Ermittler auch, das Motiv für die Tat zu ergründen.

Weitere Erkenntnisse wollte der Sprecher noch nicht mitteilen, auch nicht, ob es sich bei dem gefundenen Gegenstand um die Tatwaffe handele. „Dazu ist es noch zu früh“, sagte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen.

Sollten Spuren verwischt werden?

So bleibt bislang die Frage unbeantwortet, ob der 20-Jährige mit dem oder den Tätern in Verbindung stand und was die Hintergründe für die Tat waren.

Ungewöhnlich ist, dass das Opfer offenbar unter Polizeibegleitung zur Behandlung seiner Schussverletzung ins Krankenhaus transportiert worden war. Das allerdings relativierte der Polizeisprecher: „Es kommt vor, dass in solchen Fällen Beamte mitfahren, um eventuelle Aussagen oder eine Anzeige aufzunehmen.“

Dass der Ford Focus, mit dem der oder die Täter offenbar über die Grenze flüchteten, in Brand gesteckt wurde, weist daraufhin, dass offenbar Spuren verwischt werden sollten. Welche – die Antwort lässt ebenfalls noch auf sich warten.

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