Sprecher von BMW-Motorsport kommt aus Ahaus – Benedikt Torka hat weltweit etwas zu sagen

dzMotorsport

Der 32-jährige gebürtige Ahauser Benedikt Torka ist jetzt Pressesprecher BMW-Motorsport weltweit. Doch zuvor holte ihn noch seine automobile Vergangenheit ein.

Ahaus

, 21.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Benedikt Torka, gebürtiger Ahauser, hat die nächste Karrierestufe bei BMW erklommen. Der 32-Jährige ist jetzt Pressesprecher BMW-Motorsport/Motorrad weltweit. Doch vergangene Woche holte ihn noch einmal seine automobile Vergangenheit ein.

Mit Preisen überhäuft

Ende 2018 hatte Torka, damals noch PR-Manager bei der BMW-Group in München, der Weltöffentlichkeit den BMW Vision INext vorgestellt (wir berichteten). Dafür wurde er in den vergangenen 14 Monaten mit mehr als zwölf internationalen Preisen überhäuft – vom Galaxy Award in Las Vegas bis zum InAVation Award in London.

Zuletzt nahm er Mitte vergangener Woche in Dortmund einen Preis in Empfang. Dort erhielt Benedikt Torka beim „BrandEX-Festival“ für sein „World-Flight-Projekt“ eine Auszeichnung in Gold in der Kategorie „Best Live Event“.

Sprecher von BMW-Motorsport kommt aus Ahaus – Benedikt Torka hat weltweit etwas zu sagen

Der Clou des von Benedikt Torka realisierten Veranstaltungskonzeptes: Er schickte den BMW Vision INext in kürzester Zeit einmal um die ganze Welt. Dafür ließ er den Innenraum einer Boeing 777F der Lufthansa zu einem Veranstaltungsraum umbauen. © Jügen Mai

„Wir wurden von einer internationalen Jury ausgewählt und konnten uns gegen eine Vielzahl an Mitbewerbern in der Königsdisziplin durchsetzen“, berichtete Benedikt Torka am Montag in einem Telefonat mit unserer Redaktion.

Er hängte mit seinem Projekt zum Beispiel Porsche und dessen Weltpremiere des neuen 911 ab, auch die Marke „Kinder“ und ihr weltweit erster „Frozen-Store“ mitsamt kleiner Eiswelt in Hamburg hatte keine Chance.

Millionenbudget

Der Clou des von Benedikt Torka realisierten Veranstaltungskonzeptes: Er schickte das Auto in kürzester Zeit einmal um die ganze Welt: München, New York, San Francisco und Peking – vier Destinationen auf drei Kontinenten in fünf Tagen.

Dafür ließ er den Innenraum einer Boeing 777F der Lufthansa zu einem Veranstaltungsraum umbauen. Benedikt Torka stand dafür ein Millionenbudget zur Verfügung. Insgesamt 120 Mitarbeiter wirkten am Projekt mit. Für den Ausbau wurden 7,5 Kilometer Kabel verlegt und 78.000 LEDs in 165 Video-LED-Modulen verbaut.

Sprecher von BMW-Motorsport kommt aus Ahaus – Benedikt Torka hat weltweit etwas zu sagen

Benedikt Torka nahm in Dortmund einen Award in Gold für sein "World-Flight-Projekt" entgegen. © BMW

Es gab eine Drehscheibe zur Fahrzeugpräsentation und eine Lounge-Ecke für Interviews. Neben mehreren Marketing-Preisen gab es für diese Art der Produktpräsentation auch Auszeichnungen für die Ingenieursleistung.

„Unser Konzept war mit viel Mut verbunden. So etwas gab es noch nie und so etwas wird es in dieser Form wohl auch nicht noch einmal geben. Wir sind mit dem Event zum Kunden gekommen, in diesem Fall zu den Journalisten.“

Klimaproteste

Ein Vorhaben, das in Zeiten der Fridays-for-Future-Bewegung und der Diskussion über den Klimawandel „heute auch intern deutlich schwieriger durchzubekommen wäre“, gibt Benedikt Torka unumwunden zu.

Den Klimaprotesten und den damit verbundenen Diskussionen müsse sich gerade auch die Automobilbranche stellen. Er habe versucht, das „World-Flight-Projekt“ so klimaneutral wie möglich zu realisieren, unter anderem seien CO2-Zertifikate erworben worden.

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Nach diesem aufregenden Projekt hat Benedikt Torka, der 2007 sein Abitur an der Bischöflichen Canisiusschule in Ahaus ablegte und danach in Osnabrück und Mittweida International Business studierte, die nächste Karrierestufe bei BMW erklommen.

Der 32-Jährige ist jetzt Pressesprecher BMW-Motorsport weltweit. Mit zwei Kollegen koordiniert er die Kommunikationsaktivitäten. Benedikt Torka wird sich vor allem um die Superbike-Weltmeisterschaft (Rennsportklasse für seriennahe Motorräder) und die Langstrecken-Motorrad-Rennserie EWC kümmern.

Medientermine

„Ich organisiere zum Beispiel Pressetermine, erstelle Kommunikationspläne und kümmere mich darum, unsere Rennaktivitäten bestmöglich zu präsentieren.“

Dazu gehören auch Storys mit den Fahrern Eugene Laverty und Tom Sykes und Hintergrundgeschichten. Am Rennwochenende selbst gibt Benedikt Torka Pressemitteilungen heraus, betreut Medientermine der Fahrer und unterstützt den BMW-Motorsportchef Marc Bongers.

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Zum Auftakt der Superbike-Saison fliegt Benedikt Torka Ende Februar nach Australien, auch beim zweiten Rennen Mitte März in Katar ist er vor Ort. „Aber bei allen 13 Rennen kann ich schon aus zeitlichen Gründen nicht dabei sein“, sagt der 32-Jährige. „Ich habe ja auch noch andere Aufgaben im Job.“

Abstecher nach Ahaus

Ein Superbike-Rennwochenende im April will er aber auf jeden Fall für einen Ahaus-Besuch benutzen. „Das Wochenende wird sehr spannend“, sagt Benedikt Torka. Am Samstag, 18. April, betreut er die Vorbereitungen und den Start beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, dann setzt er sich ins Auto und fährt zum Superbike-Rennen im niederländischen Assen.

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