Sperrmüll: Bürger sollen anliefern – oder zahlen

Sperrmüll

Die Stadt stellt ab 2020 die Sperrmüllsammlung ein. Stattdessen können Abfälle kostenfrei zu einem Wertstoffhof gebracht werden.

Ahaus

25.09.2019, 19:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sperrmüll: Bürger sollen anliefern – oder zahlen

Sperrmüll wird ab 2020 nicht mehr an der Straße abgeholt. © Johannes Schmittmann

Ab 2020 wird es in Ahaus keine Straßensammlungen von Sperrmüll, Altholz und Grünschnitt mehr geben. Stattdessen können Bürger diese Abfälle zukünftig kostenfrei auf einem neuen Wertstoffhof der Firma Stenau an der Max-Planck-Straße abgeben. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Welche Größe der Wertstoffhof hat, was es mit einer Servicegebühr auf sich hat – diese und etliche andere Fragen unserer Redaktion blieben am Mittwoch unbeantwortet. Der Beigeordnete Georg Beckmann war „terminlich eingebunden“, weitere Informationen der Pressestelle gab es am Mittwoch inhaltlich nicht.

Abholung kostet Geld

In der Pressemitteilung der Stadt heißt es weiter: „Um eine bedarfsorientierte und zeitgemäße Entsorgungsmöglichkeit anzubieten, werden die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes ausgeweitet (Dienstag – Donnerstag von 13 bis 17 Uhr, Freitag von 13 bis 18 Uhr und Samstag von 9 14 Uhr). Auf dem neuen Wertstoffhof wird es außerdem Sammelstellen für Altholz, Elektroschrott, Altkleider, Altpapier, Altglas und Altmetall geben. Bürger erhalten dort außerdem kostenlos Kompost, der von der EGW zur Verfügung gestellt wird. Wer keine Möglichkeit hat, seinen Sperrmüll oder Grünschnitt privat zum Wertstoffhof zu bringen, kann Abfallmengen gegen eine geringe Gebühr über Stenau abholen lassen. Die jeweilige Servicegebühr richtet sich nach der anfallenden Menge und kann direkt bei Stenau erfragt werden.“

„Anlieferung entzerrt sich“

Beigeordneter Georg Beckmann wird mit dem Hinweis zitiert, dass die Stadt „flexible Entsorgungsmöglichkeiten für fast alle Abfälle“ biete. Bürger müssten nicht mehr auf die Termine der Straßensammlungen warten, sondern könnten den Müll dann entsorgen, wenn er anfällt.

Dr. Georg Grüber, Geschäftsführer Stenau: „Durch die neuen Öffnungszeiten werden sich die Anlieferungen auf dem Wertstoffhof deutlich entzerren; lange Wartezeiten wird es nicht mehr geben.“ (weiterer Bericht folgt) crb

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt