Spenden der Ahauser kommen bei den Hochwasseropfern in Indien an

dzHilfsaktion

Pater Varghese hat 2018 nach der Flutkatastrophe in Indien die Pfarrgemeinde um Spendenhilfe gebeten. Jetzt hat er vor Ort die Hilfsarbeiten besucht.

von Alex Piccin

Ahaus

, 03.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jahrhundertflut im vergangenen Sommer in Indien hat viele Todesopfer gefordert und das Leben der Menschen dort nachhaltig aus der Bahn geworfen. Pater Varghese hat sich Anfang dieses Jahres während seines Heimaturlaubs vor Ort ein Bild von den Zuständen gemacht. Dabei überbrachte er die in der Pfarrgemeinde St. Andreas und Martinus gesammelten Spenden an die Bedürftigen.

„Das Geld ist gut genutzt worden, aber es gibt weiterhin viele Menschen dort, die noch leiden“, sagt Pater Varghese. Die Unterstützung der Gemeinde floss über die Vinzentiner Ordensgemeinschaft in ein Wiederaufbauprojekt. „Durch humanitäre Ersthilfe und den Aufbau neuer Häuser konnte den Flutopfern konkret geholfen werden“, so Pater Varghese. Der andauernde Regen und die überforderten Staudämme in Kerala verursachten im Monat Juli 2018 die plötzliche Wasserflut, die den Staat verwüstete und ihn in einen Nachkriegs-Anblick verwandelte.

Menschen in Furcht und Panik

Die notwendige Öffnung der Deiche und der beständige Regen zerstörten im Hinterland und im gesamten Staat Kerala die staatlichen Anlagen, die einer unvorhersehbaren Flut eigentlich vorbeugen sollten.

Vom 14. bis 18. August 2018 erfuhren die Menschen von Kerala als direkte Zeugen die Gewalt der Natur mit all ihrer zerstörerischen Kraft. Mehr als vierhundert Menschen verloren ihr Leben, Tausende wurden heimatlos, Vieh, landwirtschaftliche Produkte, Haushaltsgeräte und die Grundmittel des Lebensunterhalts waren vollständig verloren. Die Wellen des Wassers in dieser beträchtlichen Höhe versetzten die Menschen in Furcht und Panik. Die Flutopfer wurden zurückgelassen mit Nichts. Von der traumatischen und fürchterlichen Erfahrung der zerstörerischen und verwüstenden Kraft der schlimmsten Flut seit 100 Jahren haben sich die Menschen von Kerala noch nicht erholt.

Noch ein langer Weg

Pater Varghese hat sich im Januar persönlich über die geleisteten Arbeiten seiner Mitbrüder informiert und einige betroffene Familien besucht. Er schätzt, dass es mindestens noch ein Jahr dauert, ehe die Menschen im südwest-indischen Bundesstaat wieder einen halbwegs normalen Alltag erleben können. Im kommenden Januar wird er erneut in der Heimat weilen. „Das Hausbau- und Hilfsprojekt läuft noch weiter“, betont Pater Varghese und dankt den bisherigen Unterstützern und Spendern.pic

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