Polizei warnt

Seltsamer Hausbesuch wegen Corona – am Ende fehlte Schmuck

Eine falsche Krankenkassenmitarbeiterin hat eine Ahauserin in ein Gespräch über Corona verwickelt. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen dreisten Trickbetrug. Die Polizei warnt.
Unverhofften Besuch hat eine Frau in Ahaus bekommen. © Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Eine fremde Frau hat sich am Montag vergangener Woche Zutritt in eine Wohnung in Ahaus verschafft. Die Unbekannte wolle Fragen zu Corona beantwortet haben, gab sie gegenüber einer Ahauserin an. Das teilte die Polizei am Dienstag (19. Januar) mit. Die angebliche Mitarbeiterin einer Krankenkasse wies sich mit einer Krankenkarte aus.

Die Fragestellungen seien unqualifiziert gewesen, schilderte die Ahauserin ihren Eindruck. Während des Gesprächs habe es an der Haustür geklingelt und die Bewohnerin habe die Tür geöffnet. Dort habe jedoch niemand gestanden.

Anruf bei der Krankenkasse

Währenddessen war die Unbekannte kurzzeitig allein in der Wohnung gewesen, sei dann aber auch zur Tür gekommen. Anschließend sei die Person wieder gegangen. Da ihr das Geschehen merkwürdig vorkam, rief die Geschädigte die Krankenkasse an. Dort habe sie die Antwort erhalten, dass aufgrund der aktuellen Coronalage keine Wohnungsbesuche durchgeführt würden.

Später wurde der Ahauserin dann das Motiv der beiden unangemeldeten Besucherinnen klar: Es handelte sich um Trickbetrügerinnen. Den kurzen Moment alleine im Haus hatte die angebliche Krankenkassenmitarbeiterin genutzt, um zwei Schmuckschatullen zu entwenden. Es handelt sich bei der Beute um eine schwarze sowie eine bordeauxrote Schatulle.

Verdacht auf Trickdiebstahl

Die Ahauserin beschrieb die unbekannte Frau, die sich als Mitarbeiterin der Krankenkasse ausgegeben hat, wie folgt: circa 1,70 m groß, sehr schlank, lange dunkle Haare und unreine Haut. Die Frau sprach gutes Deutsch. Sie trug eine dunkle Jacke und eine enge Hose.

„Wir weisen in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass Tätergruppierungen die derzeitige Angst und Unsicherheit der Menschen für ihre niederträchtigen Zwecke ausnutzen. Bleiben Sie misstrauisch, lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Nähe, auch nicht in Ihre Wohnung oder Ihr Haus“, schreibt die Polizei hierzu in ihrer Pressemitteilung.

Mögliche Zeugen und weitere Geschädigte werden gebeten, sich mit der Kripo Ahaus unter Tel. (02561) 9260 in Verbindung zu setzen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.