Sekundarschüler bereiten sich auf Prüfung vor – mit gemischten Gefühlen

Sekundarschule Legden Rosendahl

Die Abschlussprüfungen finden – Stand 15. April – wegen der Corona-Krise im Mai statt. Auch für die Zehntklässler der Sekundarschule heißt das: Home-Schooling. Auch in den Ferien.

Legden

von Leon Seyock

, 15.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit gemischten Gefühlen bereitet sich Dominic Engelen, Schüler der Sekundarschule Legden Rosendahl, auf die Prüfungen vor.

Mit gemischten Gefühlen bereitet sich Dominic Engelen auf die Prüfungen vor. Einerseits bekommt der Schüler der Sekundarschule Legden Rosendahl von der Schule viele Aufgaben, die er als Vorbereitung nutzen kann, andererseits ist es ohne direkten Ansprechpartner schwierig, sich alte Lerninhalte wieder ins Bewusstsein zu rufen. © privat

Die Schule wegen des Coronavirus geschlossen: Besonders bei Schülern, die unmittelbar vor ihren Abschlussprüfungen stehen, sind diese Umstände nicht optimal. Das berichteten jetzt Theresa Kelliger und Dominic Engelen in einem Interview. Die beiden Osterwicker besuchen die zehnte Klasse der Sekundarschule Legden Rosendahl und nutzen auch die aktuellen Osterferien zur Vorbereitung ihrer Zentralen Abschlussprüfungen im Mai.

Was ist die größte Umstellung im „Home-Schooling“?

Dominic: Die größte Umstellung ist, dass ich mir die Zeit für die Aufgaben frei einteilen muss und keinen direkten Ansprechpartner habe. Ich muss eine Mail schreiben – oder habe das Glück, die Telefonnummer von einigen Lehrern zu haben.

Theresa: Das stimmt, man hat nicht so einen geregelten Alltag wie in der Schule. Man steht erst später auf und macht mehr Pausen.

Dominic: Außerdem sieht man seine Freunde nicht mehr und wir können uns nicht mehr persönlich austauschen.

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Wie liefen die ersten Tage und wie sieht euer Alltag momentan aus? Woher bekommt ihr die Aufgaben, die ihr bearbeitet?

Theresa: Die ersten Tage waren ungewohnt. Man hat die Aufgaben nach Gefühl bearbeitet, weil man ja keine festen Stunden mehr hatte und somit nicht wusste, wie viele Aufgaben man an einem Tag bearbeiten muss. Mittlerweile hat man sich aber daran gewöhnt und kann sich alles aufteilen, wie man möchte. Somit bearbeitet man die Aufgaben über den ganzen Tag verteilt.

Dominic: Ich konnte die erste Zeit noch recht gelassen angehen, weil ich eigentlich das Gefühl hatte, Ferien mit Hausaufgaben zu verbinden. Die zweite Woche war schon nicht mehr so entspannt, weil einem der Kontakt zu den Freunden und Mitschülern fehlt. Ich teile mir meine Aufgaben so ein, wie es für mich am sinnvollsten ist. An einem Tag mache ich zum Beispiel Mathe und an einem anderen Deutsch.

Wie steht ihr mit euren Lehrern und Mitschülern in Kontakt?

Dominic: Die Lehrer können wir telefonisch, per Mail oder auch über Whats-App erreichen.

Theresa: In Mathe habe ich zum Beispiel die Ergebnisse einer Aufgabe an meine Lehrerin geschickt, die diese kontrolliert und mir eine entsprechende Hilfestellung angeboten hat. Dadurch konnte ich meine Fehler nachvollziehen. Mit meinen Mitschülern stehe ich über WhatsApp und per Telefon in Kontakt. Dadurch können wir untereinander kommunizieren und uns auch bei Problemen helfen.

An das „Home-Schooling“ gewöhnt hat sich mittlerweile auch Theresa Kelliger.

An das „Home-Schooling“ gewöhnt hat sich mittlerweile auch Theresa Kelliger. © privat

Was vermisst ihr an der Schule am meisten?

Theresa: Ich vermisse am meisten meine Freunde.

Dominic: Mir fehlt besonders der strukturierte Tagesablauf und das Miteinander in der Klasse.

Wie laufen die Vorbereitungen für die anstehenden Abschlussprüfungen? Nutzt ihr auch die Ferien dazu?

Dominic: Die Vorbereitungen laufen mit gemischten Gefühlen ab. Zum einen bekommen wir viele Aufgaben, mit denen wir uns gut für die Zentralen Abschlussprüfungen vorbereiten können. Zum anderen muss man sich Dinge, die nicht mehr so geläufig sind, über Google oder Youtube wieder ins Bewusstsein rufen.

Theresa: Für die Abschlussprüfungen haben wir früh verschiedene Materialien bekommen, da man mit der Schulschließung gerechnet hat. Wir haben die Aufgaben immer „Corona-Aufgaben“ genannt und uns beschwert, warum es so viele sind. Mittlerweile versteht man es jedoch. Wir müssen zum Teil auch einige alte Themen wieder auffrischen. Ich nutze die Ferien zusätzlich zur Vorbereitung für einzelne Themen, bei denen ich noch Lücken habe.

Dominic: Auf jeden Fall nutze ich auch die Ferien zur Vorbereitung, da die Zeit aufgrund der fehlenden drei Wochen in der Schule sonst zu knapp werden würde.

Wie vertreibt ihr euch die Freizeit in der Corona-Krise?

Dominic: Da wir einen großen Garten haben, kann ich mich dort gut beschäftigen. Ich videochatte auch mit meinen Freunden und schaue Serien und Filme.

Theresa: In der Corona-Krise vertreibe ich mir die Zeit außerdem mit gemeinsamen Spielen innerhalb der Familie.

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Ein Blick in die Geschichte der Kirche St. Brigida

1856: Die Kirche St. Brigida in Legden hatte nur einen Turm. Aber sie fiel schon damals wegen ihrer Schönheit und Qualität auf. In einem der Hefte „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“ wird die Kirche beschrieben, auch mit vielen Zeichnungen. Bernhard Laukötter, Vorsitzender des Heimatvereins Asbeck, hat das Buch entdeckt.
11.04.2020
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St. Brigida von Westen gesehen (l.) mit dem Turm, hier ist heute der Haupteingang, und von Osten gesehen.© aus: „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“
Die Kirche von Süden aus gesehen© aus: „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“
Seit 1905 hat St. Brigida zwei Türme mit Haupteingang im Westen.© Markus Gehring
Eine Detailzeichnung vom Südportal.© aus: „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“
Die Kapitelle am Südportal© Bernhard Laukötter
Das Nord-Portal© aus: „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“
Die Kirche St. Brigida gesehen von Süden-Osten aus zeigt sehr schön das Südportal mit dem Paradies.© aus: „Die mittelalterlichen Bauten Niedersachsens“
Die Kirche St. Brigida von Südosten gesehen© Bernhard Laukötter
Die Aufnahme entstand 1899. Die St. Brigida-Kirche hat nur einen Turm. © LWL-Medienzentrum für Westfalen
© Bernhard Laukötter
St. Brigida von Osten gesehen© Bernhard Laukötter
Das Nordportal der Kirche St. Brigida heute © Bernhard Laukötter
Details vom Nord-Portal© aus: "Die mittelalterlichen Bauten NIedersachsens
Detail vom Süd-Portal© aus: "Die mittelalterlichen Bauten NIedersachsens

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