Sechs ehemalige Spielplätze wie diese rund 1.550 Quadratmeter große Fläche am Scharfland sollen entwidmet werden. Was mit den Flächen passiert, ist noch nicht klar. © Stephan Rape
Spielraumplanung

Sechs alte Spielplätze verschwinden aus der Planung – Nutzung noch offen

Auf sechs alten Spielplätzen in der Stadt werden nie wieder Spielgeräte stehen. Sie wurden am Montagabend entwidmet. Was auf den Flächen passiert, ist noch unklar. Es gibt noch kein Konzept.

Geht es um Spielplätze, verfolgt die Stadt Ahaus ein klares Konzept: Neben den beiden Leuchtturmspielplätzen im Schlossgarten und im Freizeitgelände an der Ork und einigen attraktiven Spielplätzen in den Ortsteilen und Wohngebieten, sollen kleinere, unattraktive Spielplätze abgebaut werden.

„Wir müssen auf unseren Spielplätzen etwas bieten, was die Menschen nicht zu Hause im eigenen Garten haben“, erklärte der Beigeordnete Werner Leuker im Jugendhilfeausschuss am vergangenen Montag. Dieses Konzept scheine bei den Menschen gut anzukommen.

Etliche Spielgeräte wurden bereits abgebaut. Die Stadt halte viele Flächen allerdings weiter frei, um zukünftig dort vielleicht wieder einen Spielplatz einrichten zu können.

Sechs Flächen werden nie wieder als Spielplatz genutzt

„An manchen Stellen in der Stadt werden wir aber wohl nie wieder Spielflächen einrichten“, machte er weiter deutlich. Konkret ging es um sechs Flächen: die Spielflächen „Am Rabenhorst“ (207 Quadratmeter), „Rentmeisterskamp Nord“ (434 Quadratmeter), „Ambrosiusstraße“ (230 Quadratmeter), „Klopping“ (350 Quadratmeter), „Scharfland-Süd“ (1.554 Quadratmeter) und „Heukers Weide“ (230 Quadratmeter). Von den jeweiligen Spielflächen seien andere Spielplätze innerhalb weniger hundert Meter zu erreichen. Sie würden also nicht mehr benötigt.

Einstimmig entschied sich der Jugendhilfeausschuss, diese Flächen zu entwidmen. Sie gelten damit nicht mehr als Spielflächen.

Spielgeräte sind schon seit Jahren abgebaut

Spielgeräte werden deswegen allerdings nicht verschwinden. Denn die Flächen werden zum Teil schon seit vielen Jahren nicht mehr als Spielplätze genutzt. Beispielsweise die Fläche zwischen dem Wohngebiet am Scharfland und dem Elektromarkt am Adenauerring: Mit 1.554 Quadratmetern ist sie die größte Fläche, die nun entwidmet wurde. Sie war bereits vor 2006 als Spielfläche ausgewiesen. Die Geräte dort wurden aber schon vor Jahren abgebaut. Seither befindet sich die etwas versteckt gelegene Fläche im Dornröschenschlaf.

Was mit den sechs Flächen geschieht, ist noch nicht klar. Dr. Benedikt Methling (Grüne) schlug vor, dass die Stadt dort Wildblumen aussäen könne, bis klar sei, wie es weitergehe. Eine Idee, die auf Zustimmung traf. Bürgermeisterin Karola Voß machte allerdings auch klar, dass die Flächen nicht dauerhaft frei bleiben würden.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen einen Tag später machte auch der Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner deutlich, dass es noch kein Konzept für die Weitervermarktung gebe. Das soll nun folgen.

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Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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