Quarantäne und Tests: Corona-Fälle an der Wessumer Kappenberg-Schule

dzGottfried-von-Kappenberg-Schule

Nun hat es auch die erste Ahauser Grundschule erwischt: Zwei Schüler der Kappenberg-Schule in Wessum sind Corona-positiv. Für einen Großteil der Schülerschaft hat das aber keine Konsequenzen.

Wessum

, 02.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Wessumer Gottfried-von-Kappenberg-Schule in Wessum gibt es zwei Corona-Fälle. „Bereits seit vergangener Woche Mittwoch befanden sich die Kinder in Quarantäne und wurden aus der Quarantäne heraus getestet“, teilte Schulleiterin Christiane Wilhelmus auf Anfrage mit. Das positive Testergebnis lag am Freitagabend vor. Ob es sich bei den Schülern um Geschwister handelt, wollte die Rektorin aus Datenschutzgründen weder dementieren noch bestätigen.

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In Gesprächen mit dem Gesundheitsamt des Kreises Borken stimmte man sich über das weitere Vorgehen ab. Anders als bei Corona-Fällen an anderen Ahauser Schulen müssen hier nicht die gesamten Klassen in häusliche Isolation. Grund: Seit dem Ende der Herbstferien tragen die Schülerinnen und Schüler auch während des Unterrichts eine Maske. „Es gibt zwar im Unterricht keine Maskenpflicht für Grundschüler, aber die dringende Empfehlung des Kreises Borken. Daran halten wir uns“, erklärt Christiane Wilhelmus.

Kurze „Tragepausen“, wenn gelüftet wird

Lediglich während der regelmäßigen Lüftung der Klassenzimmer dürfen die Mund-Nasen-Bedeckungen für kurze Zeit abgenommen werden, da durch die Luftzirkulation die Gefahr einer Ansteckung deutlich niedriger ist. „Kurze Tragepausen stellen in dem Zusammenhang kein erhöhtes Infektionsrisiko dar“, wird der Vertreter des Gesundheitsamtes, Dr. Pierre Kretschmer, zitiert.

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Die direkten Sitznachbarn der infizierten Schüler wurden allerdings nach Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt trotzdem unter Quarantäne gestellt und Coronatests angeordnet. „Die Familien der Sitznachbarn werden von den Klassenleitungen telefonisch kontaktiert und informiert“, schreibt die Gottfried-von-Kappenberg-Schule auf ihrer Homepage. Die Ergebnisse lagen am Montagabend noch nicht vor.

Ellen Bulten von der Presseabteilung des Kreises Borken erklärt das Vorgehen: „Bis vor den Herbstferien haben wir immer die gesamten Klassen getestet und unter Quarantäne gestellt. Durch das Tragen der Masken während des Unterrichts hat sich die Situation aber verändert. Wir gehen nun anders vor und schauen immer genau, wie viel Abstand im Einzelfall zu den Mitschülern bestand.“ Für die Pausen gebe es mittlerweile in den Schulen klare Konzepte, daher sei das Risiko, sich hier zu infizieren als gering einzuschätzen.

In Wessum standen insgesamt vier Schüler in engerem Kontakt zu den Infizierten. Sollten auch hier die Tests auf das Coronavirus positiv ausfallen, müsse man die Situation neu bewerten. Konkreter wird Ellen Bulten nicht.

Regulärer Präsenzunterricht für Großteil der Schüler

Für den Großteil der Wessumer Schülerschaft stand am Montag regulärer Präsenzunterricht auf dem Plan. Auch die Anmeldungen für das Schuljahr 2021/2022 fanden statt. Die Gottfried-von-Kappenberg-Schule ist die erste Grundschule auf Ahauser Stadtgebiet, die einen offiziellen Coronafall zu verzeichnen hat. Zuvor gab es positive Tests nur an weiterführenden Schulen.

Die Irena-Sendler-Gesamtschule hatte bereits Anfang März dieses Jahres mit Covid-19 zu kämpfen und schloss damals die Schule komplett. Anfang Oktober erwischte es dann auch die Anne-Frank-Realschule und die Canisiusschule. In beiden Fällen begaben sich die betroffenen Klassen umgehend in häusliche Isolation. Damals war die Maskenpflicht allerdings auch zwischenzeitlich wieder ausgesetzt.

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