Zwei Kindergärten in Ahaus bekommen Erweiterung. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Kita-Erweiterungen

Planung: Kindergarten-Erweiterungen in Villa Kunterbunt und Siebenstein

Zwei Erweiterungen soll es im Kita-Bereich in Ahaus bald geben. So sehen die Planungen zu den beiden Erweiterungen an der Kita Villa Kunterbunt und Kita Siebenstein aus.

Der Bedarf an Kindergartenplätzen steigt weiter. Deshalb sollen in den Kindergärten Villa Kunterbunt und Siebenstein in Ahaus mehr Plätze und damit auch mehr Räume geschaffen werden. So sollen die Erweiterungen aussehen.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen wurden am Dienstag, 1. Dezember, die Planungen zu den Kita-Erweiterungen vorgestellt. In der Kindertagesstätte Siebenstein an der Südstraße 16 in Ahaus sollen neue Plätze für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren geschaffen werden. Die Gruppenform 3 soll dafür erweitert werden.

Außerdem ist der Bedarf einer Mensa für 30 Kinder festgestellt worden. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden, haben bald insgesamt 83 Kinder in der Kita Platz. Der Bereich für die Kleinsten soll im Neubau seinen Platz finden, dort finden die Kinder Ruhe zum Schlafen. Die neue Gruppenform 3 soll im Bestandsgebäude platziert werden. Ebenso wie Personal WCs und ähnliche technische Räume.

Weniger Außenspielfläche bei ersten beiden Varianten

Bei der ersten vorgestellten Variante gibt es einen Grundriss, der bestehen bleibt, nur ein Anbau soll erfolgen. Das habe dann allerdings die Folge, dass den Kindern der Kita weniger Außenspielfläche zur Verfügung stehe.

Bei der zweiten Variante, die der Architekt vom Architekturbüro Tenhündfeld am Dienstagabend vorstellte, käme die Erweiterung komplett in den Süden des Gebäudes. Auch hier hätte das eine starke Reduzierung der Außenfläche zur Folge. Außerdem wäre dann der Mehrzweckraum der Kita zu nah am Ruhebereich für die Kleinsten.

Dritte Variante mit separatem Eingang für U3

Bei der dritten Variante würde die Erweiterung in zwei Teile aufgeteilt. Die Mensa würde zur Straße hin ausgerichtet und es gäbe wenig Berührung zu den Außenspielflächen. Die Kleinsten würden zwei Räume bekommen, die nebeneinander liegen und als Schlafräume dienen. Optisch soll sich die Erweiterung an den Bestand einfügen und zur Südseite gibt es einen Klinkerbau. Die U3-Gruppe bekommt in der dritten Variante einen eigenen Eingang und es sind sowohl raumakustische als auch energetische und ökologische Maßnahmen geplant.

Die Kosten insgesamt für die Erweiterung der Kita Siebenstein sind mit 950. 000 Euro geplant. Die Maßnahme wird vom Landesjugendamt in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Die Terminplanung sieht vor, dass die Planung der Erweiterung im März 2021 abgeschlossen ist. Die Ausführung der Bauleistung soll ab dem 1. März 2021 beginnen und bis etwa September 2021 andauern.

Rote Gruppe zieht in Turnhalle

Beim Kindergarten Villa Kunterbunt an der Straße Scharfland 1 in Ahaus soll ebenfalls erweitert werden. Hier soll eine weitere Gruppe für U3 entstehen sowie ein Schlafraum und mehrere Technikräume. Der Mensabetrieb soll künftig im Drei-Schicht-Betrieb laufen können mit 35 Quadratmetern im Essbereich. Außerdem soll um eine Gruppe erweitert werden. Die rote Gruppe wird dann in die obere Etage in die jetzige Turnhalle umziehen.

Hinzu kommt im Obergeschoss noch eine neue Heizung und aus dem derzeitigen Kuschelraum wird ein Besprechungsraum. Der derzeitige Eingang wird zum Notausgang und im Erdgeschoss soll ein behinderten-gerechtes WC entstehen. Optisch wird auch die Erweiterung der Villa Kunterbunt an den Bestandsbau angefügt. Die Fertigstellung der Mensa und der grünen Gruppe werde etwa Anfang August sein. Drei Wochen später soll die rote Gruppe folgen. Die Planung und Erklärung im Ausschuss wurde vom Ingenieurbüro Woltering durchgeführt.

1.354 Millionen Euro

Die Bauzeit der Erweiterung bei der Villa Kunterbunt soll möglichst im laufenden Betrieb stattfinden, bis in den August 2021. Die Bauarbeiten sollen möglichst Anfang März 2021 beginnen. „Da die Planung bereits weit fortgeschritten ist, soll die Ausschreibung gegen Ende des Jahres noch erfolgen“, teilte der erste Beigeordnete Thomas Hammwöhner zum Ende der Ausschusssitzung mit. Die Vergabe erfolge wahrscheinlich im Februar. Geplant sei die komplette Fertigstellung für Ende des Jahres 2021. Die Gesamtkosten wurden in der Planung mit 1.354 Millionen Euro veranschlagt. Die Maßnahme wird vom Landesjugendamt in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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