"Pflegemafia" und Kriminalprognosen

28.07.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus Claus Fussek Bei den nächsten beiden Ahauser Schlossgesprächen von VHS und Alexander-Hegius-Gymnasium geht es um den Zustand des deutschen Pflegesystems und um die Möglichkeiten und Probleme von Kriminalprognosen. Am Dienstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr, referiert über "Die unerträgliche Realität des deutschen Pflegesystems". Der Autor des Buches "Im Netz der Pflegemafia" (Gottlob Schober, München 2008) wird anhand zahlreicher Beispiele zeigen, woran das Pflegesystem krankt und wie die alten Menschen ihm hilflos ausgeliefert sind.

Der zweite Vortrag in der Reihe trägt den Titel: "Vermeidbare Verbrechen? Kriminalprognosen und Rückfalltäter" (Montag, 17. November, 19.30 Uhr). Weil nicht jeder Straftäter später in die Freiheit entlassen werden kann, müssen forensische Gutachter beurteilen, wie er sich künftig verhalten wird, ob von ihm eine Gefahr ausgeht, ob weitere Taten von ihm zu erwarten sind. Das gilt insbesondere für Delinquenten, die ein Sexualdelikt begangen haben. Allerdings sind Kriminalprognosen lediglich Wahrscheinlichkeitsaussagen - denn sichere Aussagen über künftiges kriminelles Verhalten sind gar nicht möglich.

Der Referent des Abends, Stephan Harbort , ist Serienmord-Experte. Der Kriminalhauptkommissar und Dipl.-Verwaltungswirt ist stellvertretender Leiter eines Kriminalkommissariats beim Polizeipräsidium Düsseldorf. Seine vielen Bücher (aktuell: "Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer") sind Bestseller.

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