Ein beliebtes Geschenk mit christlicher Bedeutung ist ein Kommunionkreuz an einer Kette. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Pfarrgemeinde in Ahaus verschiebt Erstkommunion in den Herbst

Die Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt Ahaus verschiebt die Erstkommunion in den Herbst – um groß zu feiern. In Wüllen und Wessum hatten Eltern die Wahl und in Ottenstein wird kleiner gefeiert.

Die Erstkommunion zum traditionellen Termin um Christi Himmelfahrt wird es in diesem Jahr nicht geben – zumindest nicht in Ahaus und Graes. Wie die Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt mitteilt, werden die Feiern auf Ende September und Anfang Oktober verschoben.

Das erklärte Pastoralreferent Dirk Müller gegenüber unserer Redaktion. Betroffen sind von dieser Entscheidung rund 80 Kinder in Ahaus und noch einmal etwa 20 Kinder in Graes.

Verschiebung soll größere Feier möglich machen

„Wir haben das in Absprache mit dem Kommunionausschuss gemeinsam beschlossen“, sagt er. Die Gemeinde verbindet damit die Hoffnung, dass durch die Verschiebung eine größere Feier möglich ist. „Aktuell dürften die Kinder nur mit zwei Angehörigen an dem Gottesdienst teilnehmen“, sagt Dirk Müller. Das habe in seinen Augen aber nicht viel mit dem eigentlichen Inhalt des Festes zu tun: „Kommunion kommt vom lateinischen ‚communio‘ und bedeutet Gemeinschaft“, sagt er. Diese Gemeinschaft bleibe bei den aktuellen Vorgaben aber völlig auf der Strecke. Auch weil sich die Kinder nicht zusammen, sondern nur zu Hause auf die Erstkommunion vorbereiten könnten.

„Normalerweise beginnt die Vorbereitung nach den Herbstferien“, erklärt er weiter. Das übliche Programm sei in diesem Jahr schon extrem reduziert worden. „Das ist sehr schade für Kinder und Eltern“, macht er deutlich. Durch die Verschiebung in den Herbst gebe es auch mehr Spielraum.

Hoffnung auf Kommunionvorbereitung nach Osterferien

„Wir hoffen, nach den Osterferien die Kommunionvorbereitung wieder aufnehmen zu können“, sagt er. Damit könne dann zumindest das schon reduzierte Programm gemeinsam durchgeführt werden. Vor und nach den Sommerferien wären dafür insgesamt drei Monate Zeit.

„Entwickeln sich die Infektionszahlen wie im letzten Jahr, ließen sich auch wieder größere Veranstaltungen durchführen – etwa ein Familiennachmittag“, erklärt Dirk Müller. Möglich wäre dann ein Gottesdienst mit 20 Kindern, die mit je zehn Verwandten teilnehmen. Wie schon 2020.

Gefeiert werden soll jetzt am 26. September 2021 um 10.30 Uhr in Graes sowie am 2. und 3. Oktober jeweils um 9 Uhr in Ahaus. Diese Termine hängen natürlich noch von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.

In Wüllen und Wessum geht die dortige Gemeinde St. Martinus und St. Andreas einen anderen Weg: Sie hat den Eltern überlassen zu wählen: „Entweder eine Verschiebung auf das nächste Jahr oder eine Erstkommunion unter Coronabedingungen mit der Vorbereitung in der eigenen Familie“, erklärt Pastoralreferentin Annette Frontzek.

Eltern in Wüllen und Wessum konnten sich entscheiden

Demnach haben sich 15 Kinder mit ihren Familien dazu entschieden, ein Jahr auf die Erstkommunion zu warten. 39 Kinder in Wessum und 30 Kinder in Wüllen halten an der Kommunion in diesem Jahr fest. Daran ist dann eben auch eine deutlich reduzierte Vorbereitung gekoppelt. Diese begleitet die Gemeinde mit Material für zu Hause und Online-Elternabenden. „Wir haben lange überlegt, wie wir es machen, glauben aber, dass wir einen guten Weg gefunden haben“, sagt sie.

Die normalen Kommuniontermine in Wessum und Wüllen liegen damit auch in diesem Jahr um Christi Himmelfahrt fest: St. Andreas Wüllen: 9. Mai, 8.30 Uhr und 13. Mai, 10 Uhr; St. Martinus Wessum: 13. Mai, 8.30 Uhr und 16. Mai, 10 Uhr.

Ottenstein und Alstätte setzen auf Kleingruppen

In Ottenstein und Alstätte wurde schon 2020 die Erstkommunion nicht groß gefeiert. Die Kinder wurden stattdessen in Kleingruppen auf verschiedene Gottesdienste verteilt. Das ist auch für die 63 Kinder in diesem Jahr wieder geplant. Natürlich auch dort mit Blick auf Möglichkeiten und Bestimmungen. So erklärt es Pastoralreferent Benedikt Rake.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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