Noch keine Mauerpläne für das Zwischenlager Ahaus

Bauliche Veränderungen möglich

Um das Ahauser Zwischenlager muss nicht zwingend eine zehn Meter hohe Mauer errichtet werden, um mögliche Terrorangriffe abzuwehren. Das erklärte am Mittwoch auf Anfrage BZA-Sprecher Michael Rosen. Zuvor hatte das Bundesumweltministerium erklärt, dass bundesweit alle Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll baulich nachgerüstet werden, um sie gegen „Einwirkungen Dritter“ zu schützen.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 11.01.2012, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bislang nur durch Zäune gesichert: das Zwischenlager in Ahaus.

Bislang nur durch Zäune gesichert: das Zwischenlager in Ahaus.

In Ahaus hingegen stehen bauliche Maßnahmen nach Angaben des Zwischenlagerbetreibers nicht unmittelbar bevor. „Mir sind keine konkreten Pläne bekannt“, erklärte gestern BZA-Sprecher Rosen. Ein Bauantrag sei aktuell nicht gestellt worden. Rosen wollte aber nicht ausschließen, dass es bauliche Änderungen geben werde – welcher Art auch immer. Zunächst seien aber auch andere Optimierungsmaßnahmen denkbar, zum Beispiel neue Ausrüstungen für die Wachleute.

Nähere Angaben zu möglichen baulichen Veränderungen oder anderen Sicherungsmaßnahmen dürfe er nicht machen, erklärte Rosen: „Alle Ordner zu diesem Thema tragen den Stempel ,Geheim‘.“ Schließlich seien die Maßnahmen wirkungsvoller, wenn sie nicht im Detail öffentlich ausgebreitet würden. Mit Skepsis reagieren die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland auf die Ankündigung des Bundesumweltministeriums. Das Zwischenlager in Ahaus sei wie die meisten anderen Atomanlagen nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt. „Daran wird auch eine zehn Meter hohe Mauer nichts ändern“, erklärte Matthias Eickhoff von der Initiative Sofortiger Atomausstieg Münster. 

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