Neues Verfahren schont die Stimme

24.07.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Dr. Thorsten Kriegel und Anna-Maria Harks. </p>

<p>Dr. Thorsten Kriegel und Anna-Maria Harks. </p>

Ahaus "Meine Stimme hört sich so gut an wie vorher, ich könnte Ihnen sogar schon ein Lied vorsingen." Patientin Anna-Maria Harks strahlt, drei Tage nach ihrer Schilddrüsenoperation kann sie das Krankenhaus bei guter Stimm- und Stimmungslage schon wieder verlassen. "Stimmstörungen nach Entfernung von Schilddrüsengewebe, der so genannten Strumektomie, sollten auch der Vergangenheit angehören", erklärt Dr. Thorsten Kriegel.

Der neue leitende Arzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie führte ein neues Neuro-Monitoring ein. Es ermöglicht dem Operateur eine genaue Kontrolle seines Arbeitsfeldes während der Schilddrüsenoperation. Unter Neuro-Monitoring versteht man die Darstellung der Stimmbandnerven während der Operation, sowohl akustisch durch einen Piepton als auch graphisch durch eine Aufzeichnung auf Papier. "Chronische Heiserkeit oder Atemnot als unangenehme Folgen einer Schilddrüsenoperation kommen durch diese präzise Kontrolle so gut wie gar nicht mehr vor", so Dr. Kriegel. Der 42-jährige Chirurg, der aus der Klinik Hamm nach Ahaus wechselte, verfügt über sehr gute Erfahrungen mit der neuen Technik. Sie verursacht keinen größeren Zeitaufwand, dies war nicht nur für die Patientin, sondern auch für den Arzt wichtig. MPB

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