Neues Mint-Zertifikat für die Realschule im Vestert

Auszeichnung in Düsseldorf

Die Realschule im Vestert ist jetzt in Düsseldorf erneut als Mint-Schule zertifiziert worden. Damit werden nach einem stregen Prüfverfahren die herausragenden Leistungen der Schule in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern sowie im Technikunterricht gewürdigt.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 16.05.2013, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lehrer Stefan Wichmann (l.) und Schulleiter Willi Möllers schauen den Achtklässlern Jannik Stange und Pascal Schücker (r.) beim Technikunterricht über die Schulter.

Lehrer Stefan Wichmann (l.) und Schulleiter Willi Möllers schauen den Achtklässlern Jannik Stange und Pascal Schücker (r.) beim Technikunterricht über die Schulter.

Was zeichnet denn die Schule aus? Wichmann zählt auf: die enge Kooperation mit zahlreichen Firmen vor Ort, regelmäßige fächerübergreifende Projekte, Lehrerfortbildungen, Fördermaßnahmen für Mädchen und Erfolge bei Schülerwettbewerben. Die Schülerinnen und Schüler profitierten von regelmäßigen Exkursionen in die betriebliche Praxis und vom praxisnahen Technikunterricht, in dem zum Beispiel auch Müllbehälter oder Bänke für den Schulhof gefertigt werden. Wichmann: „Wir legen Wert darauf, dass die Schüler nicht nur vorgefertigte Pläne umsetzen, sondern selber den gesamten Produktionsprozess gestalten, von der Idee über die Konstruktion bis hin zur Fertigstellung.

Andere Schulen profilieren sich mit dem Mint-Titel im Wettbewerb um künftige Schülergenerationen. Das kann die Realschule im Vestert allerdings nicht mehr. Mit der Gründung der Gesamtschule zum neuen Schuljahr wird die Realschule im Vestert 2013 erstmals keine neuen Fünftklässler aufnehmen. Die Schule, die jetzt noch 860 Schüler zählt, läuft aus. Nach Sommerferien sinkt die Schülerzahl auf 700 und dann kontinuierlich weiter, bis der Schulbetrieb im Jahr 2018 eingestellt wird. „Wir werden aber bis zum letzten Tag unsere Verantwortung für die Schüler wahrnehmen und die Qualität unseres Unterrichts auf unverändert hohem Niveau halten“, verspricht Schulleiter Willi Möllers. Bestens unterstützt werde die Schule dabei von der Stadt Ahaus als Schulträger, die aktuell viel Geld in die neuen Technikräume investiert habe. Möllers: „Wir werden nicht als Auslaufmodell behandelt.“ Möllers selbst wechselt Anfang 2014 in den Ruhestand. „Ich werde die Schule aber im Blick behalten und hier weiter aktiv bleiben – die Schule ist ja irgendwie auch mein Kind“, erklärt Möllers, der seit der Schulgründung vor 18 Jahren die Leitung innehat. 

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