Nachbarn wollen kein Mehrfamilienhaus am Hessenweg 25

dzMehrfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten auf einem 627 Quadratmeter großen Grundstück – das ist im Hessenweg 25 in Ahaus geplant. Anlieger sind gegen das Bauvorhaben.

Ahaus

, 08.06.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Hessenweg 25 soll ein sieben Wohneinheiten umfassendes Gebäude errichtet werden. Ein Vorhaben, mit dem Anlieger gar nicht einverstanden sind. Das haben sie der Stadtverwaltung und den Ratsfraktionen in einem Schreiben deutlich gemacht. Das Bauprojekt wird am Dienstag, 9. Juni, um 19 Uhr in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung im Rathaus vorgestellt.

Auf dem 627 Quadratmeter großen Grundstück soll ein zweieinhalbgeschossiges Gebäude mit Satteldach entstehen. Laut Verwaltung orientiert sich die Gebäudehöhe am Bestand der benachbarten Bebauung.

Sieben Wohnungen

Vorgesehen sind sieben Wohnungen in Größen zwischen 54 und 85 Quadratmeter Wohnfläche. Das neue Gebäude soll über ein Treppenhaus erschlossen werden, das den Neubau mit dem vorhandenen Acht-Parteien-Haus am Hessenweg 27 verbindet. „Städtebauliche Bedenken bestehen nach Auffassung der Verwaltung nicht“, heißt es in der Vorlage.

Das sehen Nachbarn vom Hessenweg und der Schmalenstrothstraß anders. In ihrem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, nehmen sie zu verschiedenen Punkten Stellung. Die Anlieger warnen vor einer baulichen Fehlentwicklung. Der nachbarliche Frieden und die heute noch maßvolle Bebauung werde durch Investorenprojekte am Hessenweg zerstört.

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Zudem fragen die Anlieger, warum die beiden Häuser verbunden werden müssen. „Man setzt damit den jetzigen Mietern von Nummer 27 eine Wand vor den Balkon.“ Das mindere die Wohnqualität und entspreche nicht den Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse.

Auch die Höhe des geplanten Gebäudes sei problematisch. Die Häuser gegenüber und nebenan seien wesentlich niedriger, heißt es in dem Schreiben der Anlieger. Angrenzende Wohngrundstücke und Gärten der Schmalenstrothstraße würden an Qualität verlieren. Weiteres Ärgernis für die Anwohner ist ein geplanter Parkplatz mit 18 Stellflächen. Der Platz mache die Wohnanlage wenig attraktiv.

Anlieger wollen Ortstermin

Die Anlieger bitten abschließend die Stadt, den Antrag „sehr genau zu prüfen“. Zudem schlagen sie der Verwaltung und den Fraktionen einen Ortstermin vor, „um sich ein Bild des wahren Ausmaßes“ machen zu können.

Laut Sitzungsvorlage wird das Bauvorhaben vom Ausschuss lediglich zur Kenntnis genommen. Denn: Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes. Das Vorhaben ist laut Verwaltung zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt.

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