Fazit nach dem Winterzauber: Ein Weihnachtsmarkt in Ahaus ist kein Thema

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AMT-Geschäftsführerin Claudia Platte sieht das vierwöchige Konzept des „Winterzaubers“ als bewährt an. Uns hat sie erklärt, warum ein Weihnachtsmarkt in Ahaus nicht geplant ist.

Ahaus

, 07.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Karl Valentin sagte einst: „Wenn die stille Zeit vorbei ist, dann wird es auch wieder ruhiger.“ Für Claudia Platte, Geschäftsführerin von Ahaus Marketing und Touristik (AMT), trifft weder das eine noch das andere zu. Schließlich stand in der Weihnachtszeit das mehrwöchige Programm des Winterzaubers zur Umsetzung an – und die kommende Arbeit macht sich nicht von alleine.

„Schöne Atmosphäre“

„Einerseits bin ich ein bisschen traurig, dass es vorbei ist. Das war doch eine schöne Atmosphäre in der Stadt“, zog die AMT-Geschäftsführerin am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion ein Fazit des Winterzaubers. „Andererseits ist man froh, wenn keiner zu Schaden gekommen und alles gut über die Bühne gegangen ist.“

Der Auftakt des Winterzaubers mit „Ahaus leuchtet auf“ sei noch besser gelaufen als im Vorjahr, erklärte Claudia Platte. „Vor allem das Wetter hat gepasst.“ Das neue Video-Mapping und der Auftritt eines Saxofonisten hätten zu dieser großartigen Veranstaltung beigetragen.

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Nicht so gut lief das zweiwöchige Angebot der Rodelrampe an der Kirche. „Das Wetter hat uns nicht so in die Karten gespielt. Es hat viel geregnet.“ Das sei vor allem schade für die Kindergartenkinder gewesen, die die Rampe vormittags besucht hätten.

Publikumsmagnet

„Ahaus singt“ habe sich bewährt, erklärte Claudia Platte. „Der verkaufsoffene Sonntag zog, die Stadtwette ebenfalls und auch das Musikangebot.“

Publikumsmagnet sei natürlich wieder die Eisbahn am Rathaus gewesen. „Wir können froh sein, dass sie überdacht war.“ Über 2100 Schulkinder nutzten zwischen dem 6. und 19. Dezember die Eisfläche, hatte die AMT-Geschäftsführerin Zahlen zur Hand.

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Anhand der Daten über den Verleih der Schlittschuhe nannte Claudia Platte weitere Zahlen: 2017 wurden 3455 Paar herausgegeben, 2018 waren es 5017 Paar Schlittschuhe und diesmal 6500 Paar. Dabei dürften die Nutzerzahlen der Eisbahn noch deutlich höher liegen. Claudia Platte: „Wir haben ja nicht erfasst, wer seine Schlittschuhe mitgebracht hat.“

Fazit nach dem Winterzauber: Ein Weihnachtsmarkt in Ahaus ist kein Thema

AMT-Geschäftsführerin Claudia Platte © Christian Bödding

Mit Blick auf die deutliche Steigerung sei es die richtige Entscheidung gewesen, die Eisbahn in der Ferienzeit stehenzulassen, erklärte Claudia Platte.

Ein großer Teil der Eisbahn-Kosten (120.000 Euro) werde von Sponsoren übernommen. Die Firma Tobit stelle nicht nur erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung, sondern auch die Schlittschuhe für die Ausleihe und das Personal an der Ausgabe.

Neuauflage?

Die mit Blick auf den Klimawandel geführten Diskussionen um solche Eisbahn-Angebote habe es in Ahaus nicht gegeben, berichtete Claudia Platte. „Bei uns ist niemand deswegen vorstellig geworden. Wir haben uns für Echteis entschieden. Wir möchten nicht darauf verzichten.“

Eine Neuauflage sei aber eine Kostenfrage und eine Entscheidung der AMT-Gesellschafter und des Rates, ergänzte sie.

Schmunzeln muss Claudia Platte über die in sozialen Netzwerken immer wieder gestellte Frage nach einem Weihnachtsmarkt in Ahaus.

Weihnachtsmarkt

„Wir haben einen wunderschönen Adventsmarkt in Alstätte und wir haben in Ahaus den Winterzauber mit kleinen Events, wie zum Beispiel der After-Work-Party. Damit kann man eine tolle Atmosphäre schaffen. Es geht auch darum, Freunde zu treffen und eine schöne Zeit zu haben.“

In Städten vergleichbarer Größe sei an einem Wochenende ein Weihnachtsmarkt, „dann nichts mehr“, erklärte Claudia Platte. „Wir haben vier Wochen lang Winterzauber.“

Abstimmung zur „Best Christmas City“

Wie sehr die Ahauser verzaubert wurden, zeigt derzeit die Abstimmung zur „Best Christmas City“. Gewählt wird „Deutschlands schönste Weihnachtsstadt 2019“.

Bei der am 9. Januar endenden Abstimmung stand Ahaus am Montagabend mit 333 Stimmen auf Rang sieben – vor beispielsweise Bremen und Baden-Baden.

Bei der zusätzlich von einer Jury vorgenommenen Bewertung – Bei der „Best Christmas City 2018“ war Ahaus Zweiter – rechnet sich Claudia Platte sogar Siegchancen aus. „Ahaus muss sich nicht verstecken. Deshalb machen wir bei dieser Abstimmung auch mit.“

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