Nach Brand in Sonnenstudio: Feuerwehr rückt noch ein zweites Mal aus – Polizei ermittelt

dzBrand an Bahnhofsstraße

Am Tag nach dem Brand in einem Sonnenstudio an der Bahnhofsstaße war die Feuerwehr dort noch ein zweites Mal im Einsatz. Die Polizei schließt derweil eine Brandursache schon mal aus.

Ahaus

, 05.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Meterhoch schlugen die Flammen am Mittwochabend aus dem Sonnenstudio an der Bahnhofsstraße. Nachdem ein Sonnenstudio an der Bahnhofsstraße am Mittwochabend brannte, musste die Feuerwehr am Donnerstagmittag ein zweites Mal dorthin ausrücken. Die Polizei war schon zuvor vor Ort, um sich den Brandort genauer anzusehen.

Auch am Tag nach dem Brand, bei dem keine Menschen verletzt wurden, sind die Folgen des Brandes noch deutlich sichtbar. Teile der weißen Wände sind vom Ruß schwarz gefärbt. Die Fensterscheiben sind zerstört, die kleine Überdachung vor dem Eingang ist durch das Feuer ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden.

Anwohner riefen aufgrund des Geruchs die Feuerwehr

Ein zweiter Brand – so die erste Vermutung beim Anblick des erneuten Feuerwehraufkommens an der Bahnhofsstraße – konnte am Donnerstagmittag schnell verneint werden. „Es war eine unklare Sache wegen des Geruchs“, erklärte Dirk Honekamp, stellvertretender Leiter der Ahauser Feuerwehr.

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Die Besitzer des China-Restaurants vor dem Anbau mit dem Sonnenstudio hatten die Feuerwehr alarmiert. Denn der Geruch hätte auch ein Zeichen für ein weiteres Feuer sein können. „Wir wohnen über dem Restaurant“, sagte Thanh Hai Nguyen. „Es stinkt noch“ - sowohl im Restaurant als auch in der Wohnung der Familie. Das sei allerdings so kurz nach einem Brand „ein Stück weit normal“, stellte Dirk Honekamp klar.

Meterhoch loderte das Feuer am Mittwochabend in dem Ahauser Sonnenstudio.

Meterhoch loderte das Feuer am Mittwochabend in dem Ahauser Sonnenstudio. © Stefan Grothues

Über den Fußboden sei Löschwasser in das Lokal gekommen. Das sowie der Rauch, der teilweise dort hinein gezogen war, würden für den unangenehmen Geruch sorgen. „Das lässt sich nicht hundertprozentig verhindern“, erklärte der stellvertretende Feuerwehr-Leiter.

China-Restaurant „Golden Dragon“ bleibt vorerst geschlossen

Nun müsse erst mal viel gelüftet werden, um den Geruch weitestgehend aus den Räumen zu bekommen. Außerdem muss wohl auch ein Teil des Bodens des Restaurants, in dem sich der Geruch festgesetzt hat, erneuert werden. Das Restaurant von Thanh Hai Nguyen wird vorerst geschlossen bleiben. Wie lange? „Ich weiß es nicht genau“, sagt er. „Vielleicht einen Monat.“

Löschwasser ist auch in das China-Restaurant "Golden Dragon" gelangt.

Löschwasser ist auch in das China-Restaurant "Golden Dragon" gelangt. © Pascal Albert

Noch bevor die Feuerwehr am Mittag zur Bahnhofsstraße ausrückte, waren die Ermittler der Polizei bereits vor Ort und besichtigten den Brandort. Bei der Begutachtung des Sonnenstudios seien die Ermittler zu dem Schluss gekommen, dass sie Brandstiftung ausschließen können.

„Wir gehen von einem technischen Defekt aus“, teilte die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage mit. Das deckt sich auch mit den Aussagen von Zeugen. Die hätten gesehen, „dass eine Sonnenbank angefangen hat zu brennen“, sagte Feuerwehrmann Dirk Honekamp.

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