2019 haben die Mia-Mitglieder das letzte Mammamia-Festival ins Aquahaus geholt. Im August wollen sie dort ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Mit viel Musik, aber vor allem auch Abstand: An ein Konzert mit Gedränge vor der Bühne ist noch nicht zu denken. © Stephan Rape (Archiv)
30-jähriges Bestehen

Musikerinitiative meldet sich mit drei Konzerten im Aquahaus zurück

Ein sorgloses Festival im Aquahaus wird es noch nicht, aber die Musikerinitiative Ahaus plant für den 20. und 21. August drei Konzerte. Doch noch gibt es viel zu tun.

Die Musikerinitiative Ahaus (Mia) wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Im April konnte das natürlich nicht gefeiert werden. Auch ein großes Festival wie in den Jahren vor der Pandemie ist aktuell noch nicht denkbar. Mit drei kleineren Konzerten am 20. und 21. August soll die Geburtstagsfeier nachgeholt werden.

Den Termin hat die Mia absichtlich gewählt. „Ab September wären zwar laut der aktuellen Verordnung wieder Konzerte mit Stehplätzen und sogar Festivals möglich“, sagt Eva Vehring. Allerdings werde es dann sicherlich auch wieder eng im Kalender.

„Wir haben uns deswegen zu dieser Variante entschlossen“, sagt die Vorsitzende. Wie oft sie mit ihrem Team in den zurückliegenden Wochen und Monaten das Hygienekonzept aufgestellt, umgeworfen, überarbeitet und neu geschrieben hat – sie weiß es nicht mehr.

Aktuell sieht der Plan so aus: Der Platz vor der Bühne im Aquahaus wird in feste Quadrate aufgeteilt. Ungefähr 2,5 mal 2,5 Meter groß. Diese Quadrate können Besucher vorab fest buchen. Jedes zweite Quadrat bleibt frei, so dass auch unter freiem Himmel eine Art Schachbrettmuster entsteht. Und innerhalb dieser Quadrate können sie sich dann bewegen. Außerhalb, etwa auf dem Weg zum Getränkewagen oder der Toilette gibt es klare Laufrichtungen. Auch Schwimmen ist nicht möglich.

„Man kann nicht wild hin- und herwuseln. Das ist natürlich schade“, sagt Eva Vehring. Dennoch glaubt sie, dass es eine „coole Veranstaltung“ werden könne.

Punk, Rock, Musik für Kinder und Familien und Pop

Drei Konzerte sind geplant: Am Freitagabend, 20. August, eher Gitarren-lastig: „Punk oder Rock können wir uns da sehr gut vorstellen“, sagt sie. Der Samstagmittag gehört dann Familien und Kindern. „Wir sind gerade dabei, eine passende Band zu buchen. Noch ist aber auch das nicht fix“, erklärt Eva Vehring.

Schließlich konnte die Mia erst vor knapp zwei Wochen mit der eigentlichen Vorbereitung für die Geburtstagskonzerte beginnen. Am Samstagabend soll es dann Popmusik passend zu sommerlichen Atmosphäre geben. Wildes Tanzen vor der Bühne werde es natürlich auch da nicht geben. Entsprechend ruhiger soll auch die Musik sein: „Das würde ja sonst nur Frust erzeugen“, sagt Eva Vehring. Auf dem Plan stehen dabei sowohl lokale Bands als auch Gruppen, die schon etwas bekannter sind. Konkrete Namen kann sie an diesem Donnerstag aber noch nicht nennen.

Bis zu 500 Zuschauer pro Konzert

Bis zu 500 Besucher sollen pro Konzert vor der Bühne Platz haben. „Wir könnten auch mit 1000 Besuchern planen und hoffen, dass sich die Corona-Schutzverordnung noch einmal ändert“, erklärt Eva Vehring. Das sei der Mia aber zu heikel gewesen. Also werden es drei eher überschaubare Konzerte. Sollte sich die Verordnung noch ändern, würde auch noch einmal umgeplant. In der Anpassung des Konzepts sei die Mia inzwischen schließlich geübt.

Der Kartenvorverkauf soll Anfang Juli starten. Die Tickets für die beiden Abendveranstaltungen sollen zwischen 10 und 15 Euro kosten. Das Familien- und Kinderkonzert am Samstagmittag soll etwas günstiger werden. Tagestickets gibt es nicht.

Stadt unterstützt Konzerte mit 15.000 Euro

Mit 15.000 Euro unterstützt die Stadt Ahaus in diesem Jahr das Programm der Mia: Das Geld stammt aus Mitteln für kulturelle Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr nicht ausgegeben werden konnten, weil Konzerte und Theaterstücke ja fast restlos abgesagt werden mussten. „Gut eingesetztes Theatergeld“, hatte es Karen Jungkamp vom Fachbereich Bildung, Kultur und Sport der Stadt Ahaus im Kulturausschuss zuletzt genannt.

Ohne diesen Zuschuss seien die Veranstaltungen gar nicht denkbar, fügt Eva Vehring hinzu. Parallel lauf die Suche nach weiteren Fördermitteln und Sponsoren. Denn: Alleine die Preise für Künstler seien in die Höhe geschossen. „Manche Bands gibt es auch gar nicht mehr“, erklärt sie.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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