Es bleibt noch unendlich viel zu tun, doch die Musikerinitiative Ahaus hat jetzt den groben Plan für das Mammamia-Festival veröffentlicht. Zwei Tage voll Musik und guter Laune stehen an.

Ahaus

, 07.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Seit gut einem Jahr läuft die Planung im Hintergrund, in den kommenden Tagen wird die Vorbereitung auch sichtbar: Die Musikerinitiative Ahaus (Mia) steht in den Startlöchern für das Mammamia-Festival im Kombibad Aquahaus.

Am 16. und 17. August soll dort wieder gefeiert werden. Das Mammamia-Festival geht dann in eine neue Runde. Den Fokus legt die Mia in diesem Jahr – noch stärker als in den Vorjahren – auf lokale Bands. Sie haben ihre Wurzeln in Ahaus oder Münster. Eine Absage mussten sie dabei verkraften: Wegen der Erkrankung eines Musikers kann die Ahauser Band „Shoulder Monkeys“ nicht auf dem Mammamia spielen. „Ein echter Rückschlag“, erklärt Eva Vehring, Vorsitzende der Mia.

Zum Line-up gehören aber auch einige Namen, die schon auf größeren Bühnen gestanden haben. Etwa Ryan Sheridan, Ten Times a Million oder Le Fly.

Musik ist bei dem Festival längst nicht alles

Doch Musik ist beim Mammamia-Festival längst nicht alles. „Wir wollen ein Programm für die ganze Familie bieten“, sagt Eva Vehring. Dafür wird zum Beispiel die Kids-Area größer ausgebaut als noch im vergangenen Jahr. „Damals hatten wir ja vor allem auf Animation und Kinder-schminken gesetzt“, erklärt die Mia-Vorsitzende. In diesem Jahr sollen auch Spiele dazu kommen. Auch der naheliegende Bike-Park und der Westernspielplatz in der Freizeitanlage an der Ork sollen mit in das Festival eingebunden werden.

Hinter dem Mammamia-Festival stehen rund 80 Ehrenamtliche, die das Festival in diesem Jahr wieder auf die Beine stellen wollen. „Ohne die wäre es ja überhaupt nicht möglich“, sagt Eva Vehring.

Regelmäßiger Blick auf die Wetter-App

Auch wenn bis zum Festival noch jede Menge passieren kann, sieht die Mia sich gut aufgestellt. „Wir schielen natürlich zwischendurch auf die Wetter-App, wie es aussieht“, ekrlärt sie. Aber wirkliche Sorgen mache sich deswegen niemand.

Zum bisher gelaufenen Vorverkauf sagt sie nicht viel. „Die ‚Cat in the Bag‘-Tickets Anfang des Jahres sind gut gelaufen“, erklärt Eva Vehring. Damals war das Line-up noch gar nicht veröffentlicht. Danach sei der Vorverkauf etwas schleppend verlaufen. „Das war aber in den Vorjahren auch nicht anders. Die Leute wollen bei einer Open-Air-Veranstaltung eben wissen, wie das Wetter wird“, so Vehring.

Unter dem Strich hofft sie auf rund 1000 Besucher.

Ein Blick ins Line-up:

  • Station 17 (Freitag, 18.45 Uhr): Mit ihrem Album „Ausblick“ kommen die Hamburger Krautrock-Pop-Elektro Spezialisten ins Münsterland. Station 17 ist eine Band im steten Wandel: Gegründet 1989 als Projekt einer Wohngruppe für geistig behinderte Menschen – der Wohngruppe 17 – in Hamburg, ging es ihnen stets darum, sich zu entwickeln, Musik zu dehnen und Grenzbereiche auszutesten.
  • Liedfett (Freitag, 20.45 Uhr): Eine Mischung aus Punk, Akustik-Pop, Sprechgesang und Liedermacherei. Auch die Typen dazu lassen sich nicht vergessen. So eine Mischung aus eskalierter Klassenfahrt und Songwriter-Boygroup hat man eben einfach noch nicht erlebt.
  • D!E Gäng (Samstag, 14.35 Uhr): Schon seit ein paar Jahren schreibt Ben Pavlidis, Sänger und Texter der Berliner Band Ohrbooten, mit seiner kleinen Tochter Kinderlieder. Ihrer kindlichen Fantasie sind Figuren, Themen und Geschichten zu verdanken, die vom Vater in eingängige Songs aus Ska, Rocksteady und Reggae gegossen werden.
  • Scheinbreit (Samstag, 16 Uhr) wurde 2015 von fünf Musikern aus Ahaus gegründet. Damals noch im Keller, heute in den Räumen der Musikerinitiative Ahaus und auf Bühnen in ganz Deutschland unterwegs: eine Mischung aus Indie-Sound und deutschsprachigen Texten.
  • Spin My Fate (Samstag, 17.15 Uhr): moderner, energiegeladener Rock/Metal aus Münster. Ihr aktuelles Werk Tides gleicht einer Flutwelle, die jeden mitreißt.
  • Ryan Sheridan (Samstag, 19.30 Uhr): Der irische Ausnahmegitarrist ist spätestens seit seinen Hits „Jigsaw“, „Walking in the Air“ und „Upside Down“ nicht mehr nur in seiner Heimat ein gefeierter Musiker. 2015 erlangte sein Debütalbum „The Day You Live Forever“ Platinstatus und auch das folgende Album „Here and Now“ landete direkt auf dem ersten Platz der irischen Charts.
  • Ten Times a Million (Samstag, 20.55 Uhr): die deutsch/niederländische Rockband erinnert mit ihren Klängen an die Queens of the Stone Age, Artic Monkeys und Nothing But Thieves. Dieses Jahr waren sie die Überraschung auf dem Eurosonic Noorderslag – dem wichtigsten Newcomer Festival Europas.
  • Le Fly (Samstag, 22.30 Uhr): Le Fly sind eine massive Live-Bombe und auch schon mehrfach in Ahaus aufgetreten. Zwischen HipHop, Punk, Ska und Indie begeistern sie ihr Publikum.

Das Mammamia-Festival auf einen Blick

  • Freitag, 16., und Samstag, 17. August 2918
  • Einlass ab 17 bzw. 13.30 Uhr
  • Tickets kosten
    Tagesticket Freitag: 19 Euro
    Tagesticket Samstag: 29 Euro
    Abendticket Samstag (ab 18 Uhr): 22 Euro
    Kombiticket für beide Tage: 39 Euro
    Ticket für vier Personen Freitag 70 Euro (statt 76 Euro), Samstag 100 Euro (statt 116 Euro), Kombi-Ticket 130 (statt 156 Euro)
    Kinder bis 12 Jahre, sowie Schwerbehinderte mit einer Begleitperson haben freien Eintritt
  • Tickets gibt es online, offline bei Ahaus Marketing und Touristik, Oldenkottplatz 2 und an der Tageskasse.
  • Camping Platz direkt neben dem Festivalgelände, Kosten pro Person 15 Euro
    plus Müllpfand 5 Euro pro Person.
  • barrierefreier Zugang und Podest für Rollstuhlfahrer vorhanden
  • Schwimmen im Freibad ist im Ticketpreis inbegriffen
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