Zwei neun und zehn Jahre alte Kinder sind an einem Teich an der Straße „Hof zum Ahaus" durch eine dünne Eisdecke ins Wasser eingebrochen. Die Feuerwehr rettete die Kinder. © Stephan Rape
Unfall an Teich

Mit Video: Feuerwehr Ahaus rettet zwei Kinder aus zugefrorenem Teich

Zwei neun und zehn Jahre alte Kinder sind am Donnerstag durch die nur noch dünne Eisdecke in den Teich an der Irena-Sendler-Gesamtschule eingebrochen. Sie hatten trotzdem jede Menge Glück.

Riesiges Glück hatten am Donnerstagnachmittag drei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren: Sie waren beim Spielen durch das Eis auf einem Teich an der Irena-Sendler-Gesamtschule gebrochen.

Mitten auf dem relativ kleinen Teich an der Straße Hof zum Ahaus waren zunächst zwei Kinder durch die dünne Eisdecke eingebrochen. Ein drittes Kind versuchte zunächst, ihnen zur Hilfe zu eilen, brach jedoch nahe des Ufers ebenfalls ein. Dieses Kind konnte sich selbst zurück ans Ufer retten.

Mit speziellen Überlebens-Anzügen wie diesem sind zwei Feuerwehrleute in das eiskalte Wasser gestiegen, um die Kinder zu retten. Weitere Feuerwehrleute arbeiteten sich mit einem Schlauchboot zu den Kindern vor.
Mit speziellen Überlebens-Anzügen wie diesem sind zwei Feuerwehrleute in das eiskalte Wasser gestiegen, um die Kinder zu retten. Weitere Feuerwehrleute arbeiteten sich mit einem Schlauchboot zu den Kindern vor. © Stephan Rape © Stephan Rape

Retter arbeiten sich von zwei Seiten zu den Eingebrochenen vor

Die alarmierte Feuerwehr war nach wenigen Minuten vor Ort und versuchte, die Kinder, die sich schwimmend über Wasser hielten, von zwei Seiten zu erreichen: Zwei Feuerwehrleute in speziellen Rettungsanzügen arbeiteten sich von der einen Seite des Teiches zu den eingebrochenen Kindern vor. Ein weiterer Trupp ging mit einem Schlauchboot der Feuerwehr auf das Eis.

„Zwei Minuten, nachdem wir an der Einsatzstelle angekommen sind, hatten wir das erste Kind gerettet“, sagte Einsatzleiter Dirk Honekamp vor Ort. Zwei weitere Minuten vergingen, bis auch das zweite Kind gerettet werden konnte. Der stellvertretende Leiter der Ahauser Feuerwehr schätzt, dass die Kinder ungefähr zehn Minuten in dem eiskalten Wasser schwammen.

Feuerwehr kann Kinder vom Ufer aus beruhigen

„Wir hatten großes Glück, dass wir sie vom Ufer aus beruhigen konnten“, sagt Dirk Honekamp. Die Kinder hätten sich so an mehreren Eisschollen festhalten können. Sie kamen mit Unterkühlungen in umliegende Krankenhäuser. Noch an der Unfallstelle konnte der Einsatzleiter aber schon verkünden, dass es den Kindern bereits wieder deutlich besser ging.

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Feuerwehr rettet Kinder aus zugefrorenem Teich

Zum Glück seien sie nicht mit dem Kopf unter Wasser geraten. „Durch die Kälte verliert man dort binnen kürzester Zeit die Orientierung“, sagt Dirk Honekamp. Wie tief der Teich genau ist, mochte er nicht abschätzen. „Auf jeden Fall konnten auch die Retter im Wasser nicht stehen“, sagt er. Polizisten, die als erstes an der Einsatzstelle eintrafen, hatten ebenfalls selbst versucht, die Kinder zu retten. „Sie mussten ihre Bemühungen aber abbrechen, weil sie selbst eingebrochen sind“, erklärte Dirk Honekamp.

Eindringliche Warnung: Eisflächen auf keinen Fall betreten

Eindringlich warnt er davor, die übrig gebliebenen Eisflächen auf Gewässern zu betreten. „In diesem Winter war noch keine Eisschicht auf einem Gewässer ausreichend tragfähig. Schon gar nicht bei dem Tauwetter der letzten Tage“, erklärte er.

Die Feuerwehr war mit Kräften der Feuer- und Rettungswache Ahaus, des Löschzugs Ahaus der Freiwilligen Feuerwehr sowie drei Rettungswagen aus Ahaus und Heek und den Notärzten aus Ahaus und Stadtlohn vor Ort.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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