Am Freitagnachmittag haben sich die Mitglieder der Fridays for Future Ortsgruppe in der Ahauser Innenstadt getroffen. © Anne Schiebener
Globaler Klimastreik

Mit Plakaten und Kreide: Mini-Klimastreik von Fridays for Future in Ahaus

Mitten in der Corona-Krise sollte die Klima-Krise nicht vergessen werden. Deswegen haben die Ahauser Klimaschützer von Fridays for Future demonstriert. In kleiner Gruppe und corona-konform.

Für Freitag, 19. März, hat die Klimabewegung „Fridays for Future“ (FFF) zu einem globalen Streik aufgerufen. Die Forderungen: Auf die Straße gehen und die Politik dadurch wachrütteln, den Klimaschutz endlich ernst zu nehmen. Auch die Ahauser FFF-Ortsgruppe hat sich am Freitagnachmittag am internationalen Streiktag beteiligt. Und das mit unterschiedlichen Aktionen.

Mehrere kleine Aktionen haben die Ahauser Klimaschützer geplant

Sechs Mitglieder aus der FFF-Ortsgruppe haben sich um 15.30 Uhr am Mahner in der Ahauser Innenstadt getroffen. Christina Dammfeld hat für die Mini-Demonstration einen drei mal ein Meter großen Stoffbanner bemalt. Der soll auf die Dringlichkeit der Klima-Krise auch während der Corona-Krise aufmerksam machen.

In kleiner Gruppe haben sich die Fridays for Future Mitglieder am Mahner getroffen.
In kleiner Gruppe haben sich die Fridays for Future Mitglieder am Mahner getroffen. © Anne Schiebener © Anne Schiebener

Die 22-jährige Stadtlohnerin ist erst seit kurzem im FFF-Organisations-Team. „Wir hätten lieber eine große Aktion gemacht“, gibt Christina Dammfeld zu. „Aber das können wir in Corona-Zeiten nicht verantworten.“ Menschenansammlungen wollten die Klimaschützer vermeiden. Deswegen hat sich das Ahauser Fridays for Future Team dazu entschieden, viele kleine Aktionen zu machen, die trotzdem Eindruck hinterlassen.

Kreidebotschaften an markanten Ahauser Plätzen

Mit wenigen Leuten aus der Ortsgruppe sind sie deswegen mit dem Banner durch die Innenstadt gezogen. Die zweite Aktion: Mit Kreide Klima-Botschaften auf die Straße malen. Da das Bemalen der Straßen mit Kreide nur in bestimmten Bereichen erlaubt ist, zog die Ortsgruppe über die Wüllener Straße zur Stadthalle und Bibliothek in Ahaus.

Am Kreisverkehr blieben zwei aus der Gruppe mit dem Banner stehen. Viele Autos fuhren in kurzer Zeit vorbei, manche hupten. „Ich weiß nicht, ob das Hupen ein positives oder negatives Zeichen ist“, fragte sich Christina Dammfeld. Schnell einigte man sich darauf: positiv.

Nicht nur mit dem Banner, sondern auch mit den Kreide-Botschaften haben die Klimaschützer auf die Dringlichkeit der Klima-Krise aufmerksam gemacht.
Nicht nur mit dem Banner, sondern auch mit den Kreide-Botschaften haben die Klimaschützer auf die Dringlichkeit der Klima-Krise aufmerksam gemacht. © Anne Schiebener © Anne Schiebener

Währenddessen malten die anderen vier Mitglieder Klima-Botschaften auf den Vorplatz der Stadthalle und Stadtbibliothek. „Keine leeren Versprechungen“, stand am Ende in Großbuchstaben dort geschrieben. „Vielleicht sieht unsere Botschaften jemand auf dem Weg zum Einkaufen“, erklärte Lotte Elkemann. Wie auch das Plakat sollen die Kreide-Sprüche Aufmerksamkeit erzeugen und auf die Dringlichkeit des Klimawandels hinweisen.

Virtuelle Streikaktion läuft gleichzeitig über Instagram

Gleichzeitig hat die Ortsgruppe auch eine virtuelle Streikaktion geplant. „Damit wollen wir ein Statement setzen und zeigen, dass man auch corona-konform demonstrieren kann“, sagt Christina Dammfeld. Die Idee: Playmobil-Figuren aufstellen, die Streikbanner in den Spielzeughänden halten. Das soll am Freitagabend zum Abschluss des Streiktages auf dem Instagram-Account der Ahauser Fridays for Future Gruppe gepostet werden. Wer sich am Online-Streik beteiligen wollte, brauchte nur eine Nachricht an den Account der Ortsgruppe schreiben.

Die Ahauser Fridays for Future Ortsgruppe hatte außerdem die Idee, einen virtuellen Klimastreik ins Leben zu rufen.
Die Ahauser Fridays for Future Ortsgruppe hatte außerdem die Idee, einen virtuellen Klimastreik ins Leben zu rufen. © Anne Schiebener © Anne Schiebener

Nachdem der Platz vor der Stadthalle voll bemalt war, zogen die Ahauser Klimaschützer weiter. Sie suchten sich den nächsten Platz, den sie bemalen können. Beim nächsten globalen Klima-Streik wollen sie sich wieder mit einer größeren Aktion am internationalen Streikgeschehen beteiligen.

Über die Autorin
Volontärin
In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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