Ferdinand Thesing vom Heimatverein Ottenstein mit einem der QR-Codes, die ab jetzt Besuchern die Schönheiten Ottensteins zeigen sollen. © Stadt Ahaus
Digitaler Stadtrundgang

Mit dem Smartphone der Ottensteiner Ortsgeschichte nachspüren

Besucher können ab sofort auch in Ottenstein auf eigene Faust die Ortsgeschichte erleben. Beim „digitalen Stadtrundgang“ arbeiten der Heimatverein und das Ahauser Stadtmarketing zusammen.

Die Idee ist genial: Interessierte können die Sehenswürdigkeiten eines Ortes erkunden und brauchen dafür keinen Reiseführer oder Tourguide, sondern nur das eigene Smartphone.

In Ahaus ist das Projekt „Digitaler Stadtrundgang“ des Ahaus Marketing und Touristik bereits erfolgreich angelaufen. Nun zieht als erster Ortsteil Ottenstein nach – mit kräftiger Unterstützung des ortsansässigen Heimatvereins. Fünf Platten mit scanbereiten QR-Codes hängen bereits im Ortskern, darunter am „Otten-Stein“ vor der Kirche und am Haus Hoppe.

Feuer und Flamme für den Stadtrundgang

Ferdinand Thesing war sofort Feuer und Flamme für die Idee, als er davon gelesen hatte. „Da gab es in der Münsterland Zeitung einen Artikel. Da stand drin, dass das auch in den Ortsteilen in Planung ist“, erinnert sich der Vorsitzende des Heimatvereins.

Mit viel Engagement stürzte Thesing sich in die Arbeit und bereitete sage und schreibe 24 Vorschläge mit sehenswerten Denkmälern und Plätzen in Ottenstein vor. Sämtlich mit einer detaillierten Beschreibung der Örtlichkeit. „Im Juli hab ich persönlich einen Stick beim AMT abgegeben mit den Vorschlägen“, sagt Ferdinand Thesing.

Ausführlichere Beschreibung gewünscht

Und obwohl er das digitale Projekt immer noch großartig findet: Ein wenig Enttäuschung ist bei dem Ottensteiner inzwischen schon zu spüren. Denn Orte wie das Kinderdenkmal, die Fundamentpfähle der ehemaligen Burg oder die Johanneskapelle sind bislang beim digitalen Rundgang noch außen vor.

Und auch die bislang eher sparsame Kurzbeschreibung der Sehenswürdigkeiten würde er sich ein wenig ausführlicher wünschen, sagt er. Schließlich, so ist Ferdinand Thesing überzeugt, punkten viele der Denkmale gerade mit ihrer interessanten Geschichte und reichen Symbolik.

Angebot ist erweiterbar

Yvonne Höper vom Ahauser Stadtmarketing hat Verständnis für die Hoffnungen des Heimatvereinsvorsitzenden. „Das kann man natürlich immer wieder erweitern“, sagt sie. Erst einmal seien nur fünf Sehenswürdigkeiten eingetragen worden, da sie schön zentral und gut zu Fuß zu erwandern seien. „Wir haben erst einmal die wichtigsten Infos zusammengefasst. Das soll ja auch interessant bleiben. Aber man kann dort natürlich auch mehr Text hinterlegen“, erklärt sie.

Zusammenarbeit mit Heimatvereinen

Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Heimatvereinen sei dem AMT sehr wichtig. „Wir haben mit den Heimatvereinen zusammengearbeitet, weil die sich da in ihren Orten gut auskennen“, so Höper. Als nächster Ort habe sich Alstätte für einen digitalen Stadtrundgang angeboten. Die Arbeiten hierzu seien im Moment im Gange.

Um den Rundgang auf der Spur der Geschichte Ottensteins auf eigene Faust auszuprobieren, brauchen Interessierte nur ihr Smartphone mit einer QR-Scanner-App. Wer die Codes an den Sehenswürdigkeiten scannt, erhält sogleich Kurzinfos über den Ort.

Alternativ lassen sich die Informationen auch auf der Internetseite von Ahaus Marketing und Touristik abrufen. Detaillierte Infos über die Sehenswürdigkeiten Ottensteins hat der Heimatverein auch auf seiner Homepage veröffentlicht.

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Anna-Lena Haget

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