Millionen-Projekt: Pläne für Turnhalle der Wüllener Andreasschule stehen

dzWüllener Grundschule

Die Wüllener Grundschule bekommt eine neue Turnhalle. Das Projekt soll insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten. Die Pläne für den Neubau erhielten von der Politik viel Lob.

Wüllen

, 02.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Turnhalle der Wüllener Andreasschule ist 55 Jahre alt und damit die älteste betriebene Sporthalle der Stadt Ahaus. Das merkt man ihr an vielen Stellen an. Auch die Maße von 12 mal 24 Metern werden von einigen Nutzern der Halle, zum Beispiel den Turnerinnen des TuS Wüllen, als zu klein empfunden. Schon vor einem Jahr beschloss der Stadtrat, dass ein Neubau kommen soll. Nun ist ein weiterer Schritt gemacht.

So könnte die neue Turnhalle der Wüllener Andreasschule aus Blickrichtung der Schule aussehen.

So könnte die neue Turnhalle der Wüllener Andreasschule aus Blickrichtung der Schule aussehen. © Grafik Architekturbüro Boonk

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr informierte die beauftragte Architektin Dipl. Ing. Magdalene Boonk die Mitglieder über den aktuellen Stand. Anhand verschiedener Visualisierungen präsentierte sie ihre Pläne und erklärte, was sie sich dabei gedacht hat.

Hintereingang für die Vereine

„Mir war wichtig, dass wir mit dem neuen Gebäude eine Einfassung des Schulhofes schaffen. Der Haupteingang der Turnhalle liegt daher auch zum Schulhof hin, so hat man eine Blickbeziehung“, so Boonk. Für die Vereine hat die Architektin einen Hintereingang vorgesehen, der direkt an der Straße liegt und so jederzeit leicht zugänglich ist, auch ohne das Schulgelände betreten zu müssen.

In Richtung des Friedhofs soll es für Vereine einen separaten Eingang geben.

In Richtung des Friedhofs soll es für Vereine einen separaten Eingang geben. © Grafik Architekturbüro Boonk

Geplant ist auch ein großes Vordach, darunter wäre Platz für mehrere Sitznischen, die von den Schülern in den Pausen genutzt werden könnten. „Das wertet die Schulhofqualität deutlich auf“, erklärte Magdalene Boonk. Die Halle selbst ist in ihren Plänen sehr modern gestaltet. Große Fensterfronten sollen für deutlich mehr Licht sorgen. Gleichzeitig ist durch ausreichend Beschattung zur Südseite aber dafür gesorgt, dass sich die Räumlichkeit gerade im Sommer nicht zu sehr aufheizt.

Halle kann durch Trennvorhang geteilt werden

Ein weiterer Vorteil des Neubaus: Die Halle kann in Zukunft durch einen Trennvorhang in der Mitte zweigeteilt werden. Genauso wie die Geräteräume: einer für schulische Zwecke, einer für den TuS Wüllen. Die Umkleiden sind in Zukunft direkt an das mit großen Fensterfronten ausgestattete Foyer angeschlossen. „Das erleichtert auch die Aufgabe für die Aufsichtspersonen“, sagte die Wüllener Architektin.

In der Halle soll es außerdem ein barrierefreies WC, einen Lehrerraum und einen Außengeräteraum geben. Mit einer lichten Höhe von sieben Metern kann sie auch für Mannschaftssportarten wie Volleyball oder Basketball problemlos genutzt werden.

Bei der Vorstellung des Zeitplans gab es die ersten skeptischen Blicke bei den Ausschussmitgliedern. Falls es grünes Licht von der Politik gebe, so Boonk, könne man im Mai 2021 mit Räumung und Abriss der Halle beginnen. Die Fertigstellung sei für April 2022 geplant. „Die Zeit ohne Turnhalle würde nach aktuellem Stand 49 Kalenderwochen betragen.“

Die Kosten für die neue Turnhalle der Andreasschule liegen nach den Berechnungen der Fachplaner bei rund 2,4 Millionen Euro, der Großteilt (1,4 Millionen Euro) entfallen dabei auf die Baukonstruktion.

Lob von den Ausschussmitgliedern

Von den Mitgliedern des Ausschusses wurden die Pläne durchweg gelobt. So sprach Franz Benölken (CDU) von einer „sehr schönen Maßnahme“, Reinhard Horst (FDP) von einem gelungenen Entwurf. Auch Hermann Josef Haveloh (WGW) freute sich, dass es nun „endlich losgehen kann“. Allerdings wollte er von der Verwaltung wissen, warum es nicht dabei geblieben sei, Ende 2020 mit dem Neubau zu beginnen.

Werner Leuker, Beigeordneter der Stadt, erläuterte: „Wir haben intensiv mit den Schulen gesprochen. Mit Blick auf den Sportunterricht ist es sinnvoll, in den Sommerbereich zu gehen. Zum einen kann man nach draußen ausweichen, zum anderen stehen dann mit der Gymnastikhalle des TuS Wüllen und der Sporthalle 1 im Vestert zwei Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung.“

Jetzt lesen

Eine Diskussion entbrannte kurzzeitig über die von Magdalene Boonk vorgestellten „Zusatzmaßnahmen“ (PV-Anlage, Regenwassernutzung, extensive Dachbegrünung), die rund 100.000 Euro zusätzlich kosten würden. Am Ende wurden aber einstimmig beschlossen, diese Dinge mit auf den Weg zu bringen. Damit steht dem 2,5-Millionen-Euro-Projekt zunächst einmal nichts mehr im Weg.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt