Mehrfamilienhaus am Hessenweg: Investor kann die Kritik nicht nachvollziehen

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Investor Udo Heuten kann die Kritik an dem von ihm geplanten Bau eines Mehrfamilienhauses am Hessenweg 25 nicht nachvollziehen. Er nimmt Stellung zu den Vorwürfen von Anliegern.

Ahaus

, 21.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Heuten Immobilien GmbH & Co. KG aus Ahaus plant am Hessenweg 25 den Bau eines Mehrfamilienhauses. Nachdem sich Anlieger über das Projekt in der Öffentlichkeit negativ äußerten – und die Stadt eine Vermittlerrolle angeboten hat – meldet sich jetzt Investor Udo Heuten zu Wort.

Anwohner der Schmalenstrothstraße fühlen sich in mehreren Punkten gestört. Sie monieren zum Beispiel, dass sich das Haus nicht in die Umgebung einfügt. Auch eine Stellplatzanlage im hinteren Bereich des Grundstücks missfällt ihnen.

Kritikpunkte, die Udo Heuten nicht nachvollziehen kann. Die Gebäudehöhe – geplant ist ein zweieinhalbgeschossiges Mehrfamilienhaus – sei nicht zu monieren, sagt Udo Heuten. „Weil es keinen Bebauungsplan gibt, muss sich das Gebäude in die Allgemeinbebauung einfügen. Meines Erachtens tut es das.“

Zur Parkplatzsituation – Anlieger der Schmalenstrothstraße befürchten Lärm durch Pkw-Verkehr vom und zur Stellplatzanlage – sagt der 77-Jährige: „Soll ich gegen die Stadt prozessieren, weil hier zu viel Verkehr ist?“ Straßenverkehr und Verkehrslärm hätten in den letzten Jahren zugenommen. „Und warum? Weil die Stadt Parkplätze verkauft hat. Die Parkplätze konnten mit Geld abgelöst werden. Viele Häuser am Hessenweg haben keinen eigenen Parkplatz, wir aber.“

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Zum Vorschlag, den Neubau mit einer Tiefgarage zu versehen, erklärt Udo Heuten: „Damit bin ich sofort einverstanden, wenn die Anlieger die Tiefgarage bezahlen. Alle möchten billigen Wohnraum, allerdings kostet der Bau allein eines Tiefgaragenplatzes 20.000 Euro.“

Udo Heuten erschließt sich auch nicht, warum von einer Stellplatz-Anlage mit 18 Plätzen die Rede sei. „Es gibt sieben neue Wohnungen und sieben neue Stellplätze.“ Wahrscheinlich seien von Anliegern die Parkplätze des benachbarten Mehrfamilienhauses Hessenweg Nummer 27 mit eingerechnet worden. „Wenn Nummer 27 einem anderen gehören würde, könnte man die Stellplätze auch nicht einrechnen.“

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Beim Vorschlag von Anliegern, statt der geplanten sieben Wohnungen nur fünf zu bauen, winkt Udo Heuten ab. „Fünf Wohnungen reichen nicht zur Deckung der Kosten. Wenn ich einen erträglichen Mietpreis anbieten will, dann muss ich die Fläche optimiert ausnutzen. Ich will ja nicht neun Euro je Quadratmeter nehmen, sondern höchstens sieben. Ich muss so bauen, weil es wirtschaftlich nicht anders darstellbar ist.“

Am Donnerstag gab es ein Gespräch zwischen Anliegern und der Stadtverwaltung, zu dem Technische Beigeordnete Thomas Hammwöhner eingeladen hatte. Udo Heuten erhielt keine Einladung.

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