Masche Cyber-Grooming: Ahauser zog sich vor Webcam aus und wurde mit den Bildern erpresst

Internet-Betrug

Ein junger Erwachsener aus Ahaus hat sich vor einer Kamera ausgezogen und sollte danach Geld überweisen. Die Masche nennt sich Cyber-Grooming. Kein Einzelfall, wie die Polizei sagt.

Ahaus

, 26.02.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Cyber-Grooming gewinnen die Täter das Vertrauen der Opfer.

Beim Cyber-Grooming gewinnen die Täter das Vertrauen der Opfer. © picture alliance / Nicolas Armer

Er dachte, er chattet mit einer jungen Frau. Der Ahauser zog sich deswegen vor der Kamera seines Computer aus. Mit diesen Bildern erpresste sein Chatpartner ihn. Die Masche heißt „Cyber-Grooming“ und die Polizei warnt nach einem Vorfall in Ahaus eindringlich davor.

Laut Polizei handelt es sich um eine „fiese Masche, bei der die Täter erst ein Vertrauensverhältnis aufbauen und die Opfer dann auffordern, intime Bilder von sich freizugeben oder gar an Cybersex teilzunehmen“. Mit Schmeicheleien und vorgetäuschten gleichen Interessen gewinnen sie das Vertrauen des potenziellen Opfers.

Ahauser sollte Geld bezahlen, damit die Bilder gelöscht werden

Eine Unbekannte hatte über einen Messenger mit einem jungen Erwachsenen aus Ahaus Kontakt aufgenommen. Sie brachte ihn dazu, sich vor einer Kamera teilweise zu entkleiden, und drohte dann, die Bilder in sozialen Medien zu veröffentlichen. Das Opfer aus Ahaus sollte Geld überweisen, um das zu verhindern.

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Laut Polizei kein Einzelfall. Die Täter sichern diese Aufnahmen und nötigen damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene einen Geldbetrag zu überweisen – oftmals sogar mehrfach. Denn haben die Opfer erst einmal eine Überweisung getätigt, erhöhen die Erpresser ihre Forderungen.

In diesem konkreten Fall aus Ahaus, der zwischen Montag, 17. Februar, und Dienstag, 18. Februar, stattfand, hat der Geschädigte keine Überweisung veranlasst und bei der Polizei eine Anzeige erstattet.

Polizei rät zu Misstrauen und Screenshots

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei, misstrauisch zu sein, wenn sich Fremde brennend für einen interessieren oder anzügliche Fragen stellen. „Hierbei könnte es sich nicht um eine harmlose Online-Anmache, sondern um eine organisierte Betrugsmasche handeln“, heißt es in der Pressemitteilung.

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In so einem Fall solle man den Chatpartner blockieren und den Kontakt auf dem Smartphone sperren. Screenshots können der Polizei helfen, die Täter zu finden.

Tipps und Tricks, wie man Cyber-Grooming erkennt und sich davor schützen kann, hat die Landesanstalt für Kommunikation auf ihrer Internetseite zusammengefasst.

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