Marinesoldaten führen jetzt Schnelltests in Seniorenheimen durch

Coronavirus

Zwölf Marinesoldaten aus Wilhelmshaven unterstützen den Caritasverband Ahaus-Vreden bei Schnelltestungen. Sie sind in sechs Seniorenheimen im Einsatz, auch in Ahaus, Südlohn und Heek.

Ahaus, Legden, Südlohn, Heek

31.01.2021, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unterweisung: Simona Hüls, Hygienebeauftragte des Caritasverbandes, informierte die Soldaten über die Arbeitsweisen zum Schutz vor dem Coronavirus.

Unterweisung: Simona Hüls, Hygienebeauftragte des Caritasverbandes, informierte die Soldaten über die Arbeitsweisen zum Schutz vor dem Coronavirus. © Caritasverband

Zwölf Marinesoldaten des 4. Fregattengeschwaders aus Wilhelmshaven sind seit Mittwochabend im Westmünsterland „stationiert“: Sie unterstützen den Caritasverband Ahaus-Vreden und nehmen in den Seniorenheimen Schnelltestungen von Mitarbeitern und Besuchern vor.

Normalerweise versehen die Soldaten des 4. Fregattengeschwaders aus Wilhelmshaven ihren Dienst bei langfristigen Stabilisierungseinsätzen in Krisengebieten. An ihrem neuen kurzfristigen Dienstort dürfte es für zwölf Soldaten des Geschwaders deutlich ruhiger zugehen.

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Sie unterstützen in den nächsten Wochen den Caritasverband Ahaus-Vreden bei den Schnelltestungen von Mitarbeitern und Besuchern in sechs Seniorenheimen. Untergebracht sind die Bundeswehrsoldaten im Landhotel Hermannshöhe in Legden.

Matthias Wittland, Vorstand für das Ressort Pflege beim Caritasverband, hieß die Soldaten am Donnerstagmorgen in einem Konferenzraum des Hotels willkommen. Uwe Bröcker (Bereichsleiter Pflege) und die Hygienebeauftragte Simona Hüls informierten über die Arbeitsweisen zum Schutz vor dem Coronavirus. „Die Einrichtungen freuen sich sehr, dass Sie uns unterstützen“, sagte Uwe Bröcker zu den Soldaten. „Wenn der Dienstherr sagt, dass wir das machen sollen, dann machen wir das“, war für Hauptbootsmann Kai Burda die Sache klar.

Marinesoldaten auf Dienst in Seniorenheimen vorbereitet

Simona Hüls erklärte den Soldaten, worauf es bei der Handhygiene und der Handhabung der persönlichen Schutzausrüstung ankommt. Wie die Schnelltestungen vorzunehmen sind, das erfuhren die Soldaten am Donnerstagmittag von Dr. Volker Schrage in einer Einweisung in der Münsterland-Praxis in Legden.

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Jeweils zu zweit werden die Soldaten ab sofort in den sechs Caritas-Seniorenheimen in Ahaus, Gronau, Heek und Südlohn ihren Dienst versehen. Gearbeitet wird in zwei Schichten. Als „helfende Hände“ im hauswirtschaftlichen oder organisatorischen Bereich oder in der Pflege werden die Marinesoldaten aber nicht eingesetzt. Sie nehmen ausschließlich Schnelltestungen vor. „Unser Testzentrum am Beckers Brink in Ahaus bleibt solange geschlossen, wie die Unterstützung durch die Soldaten besteht“, informiert Matthias Wittland.

Soldaten voraussichtlich bis zum 26. Februar im Einsatz

Voraussichtlich bis zum 26. Februar sind die Soldaten für den Caritasverband im Einsatz. Wie hilfreich die Unterstützung durch die Bundeswehr ist, erläutert Matthias Wittland: „Gerade in der Zeit, bis sich die Wirksamkeit der zweiten Impfung abschließend entfaltet, können wir in allen Einrichtungen nochmals intensiver testen und auch die Mitarbeiter entlasten.“

Obwohl mittlerweile 14 Tester zusätzlich in Teilzeit eingestellt worden seien, sei die Belastung durch die Testung nach wie vor sehr hoch und ohne die Stamm-Mitarbeiter nicht zu leisten.

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Die Bundeswehr bietet als Überbrückungshilfe personelle Unterstützung an, um die Durchführung der Schnelltests sicherzustellen. Der Caritasverband konnte diese Unterstützung beim Kreis Borken beantragen. Dort wurden die Kräfte der Bundeswehr über ein Amtshilfeverfahren angefordert.

Matthias Wittland berichtet von einer problemlosen Zusammenarbeit. Davon überzeugte sich am Donnerstag auch Oberstleutnant Peter Artelt. Der Verbindungsstabsoffizier vom Kreisverbindungskommando Borken nahm an der Begrüßung im Landhotel teil.

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