Manfred Verweyen (58, CDU) ist der neue Ortsvorsteher von Wüllen. Der Bäcker- und Konditormeister sieht "seinen" Ortsteil gut aufgestellt, hat aber auch noch viel vor. © Stephan Rape
Neuer Ortsvorsteher

Manfred Verweyen sieht Wüllen schon auf einem sehr guten Weg

Für Ortsvorsteher Manfred Verweyen ist sein neues Amt eine Ehre. Gleichzeitig sagt er aber, dass man es nicht zu hoch hängen sollte. Und dass der Ortsteil längst auf einem sehr guten Weg ist.

„Wüllen steht gut da“, sagt der neue Ortsvorsteher Manfred Verweyen (58): Der Neubau für die Feuerwehr sei fast fertig, die Sanierung der Turnhalle sei immerhin auf den Weg gebracht. Ein großes Thema auch für Wüllen bleibt die Schaffung neuer Wohngebiete. „Das läuft gerade ganz gut“, sagt der Bäcker- und Konditormeister mit Blick auf die Planungen: Der erste Bauabschnitt werde ja gerade schon bebaut, ein zweiter und dritter seien in Planung. „Bei den Gewerbegrundstücken sieht es ähnlich aus. Da brauchen wir dringend neue Flächen“, sagt der Ortsvorsteher. Bevor da etwas spruchreif werde, stehe aber noch der neue Regionalplan aus.

Weitere Projekte, die er in den kommenden fünf Jahren zumindest anschieben will, sind ein Dorfgemeinschaftshaus für Wüllen, die Erweiterung der Andreasschule für den Offenen Ganztag und die Neugestaltung der Langen Straße. „Wir brauchen im Ortskern ganz einfach mehr Aufenthaltsqualität“, sagt er. Klar sei, dass das mit neuem Einzelhandel in Wüllen schwierig werde. Aber vielleicht könne ja schon mit der Straßenführung einiges gewonnen werden.

Projekte brauchen mehr Zeit als in der Privatwirtschaft

Das sei auch einer der Punkte, der Menschen außerhalb von Politik und Verwaltung schwierig zu vermitteln sei: Die Zeit, die manche Projekte eben einfach brauchen würden. „Natürlich kann ich in meiner eigenen Firma Dinge schneller umsetzen. Und natürlich stört mich das auch, dass es in der Politik nicht schneller geht“, sagt er. Aber erst einmal brauche man im Rat eine Mehrheit, dann müssen Planungsrecht und Gesetze eingehalten werden und dann muss für jedes Projekt eben gerade auch das nötige Kleingeld da sein. „Da sind wir ganz einfach auf die Fachleute aus der Verwaltung angewiesen“, sagt Manfred Verweyen.

Doch auch, wenn noch viel zu tun sei, dürfe man auch eines nicht aus den Augen verlieren: „Uns geht es hier im Westmünsterland, in Ahaus und in Wüllen sehr, sehr gut“, sagt er. Man müsse sich bewusst machen, was man an der Stadt und an seinem Ort habe. Natürlich wolle er als Wüllener die Fahne seines eigenen Ortsteils hochhalten. „Alle Entwicklungen müssen aber ausgewogen voran gebracht werden – für die ganze Stadt und alle Ortsteile“, sagt er.

Eine Woche Bedenkzeit vor der Kandidatur

Dabei habe er sich die Entscheidung, Ortsvorsteher zu werden, nicht leicht gemacht. „Da habe ich eine Woche drüber nachgedacht“, gibt er offen zu. Natürlich sei es eine Ehre, den Ortsteil vertreten zu dürfen. Gleichzeitig macht er aber auch eine Einschränkung: „Man sollte das Amt nicht zu hoch hängen“, erklärt er. Alle anderen Ratsmitglieder seien für die Menschen im Ortsteil ja genauso ansprechbar und könnten deren Ideen genauso in die Politik tragen.

Er selbst wolle sich aber gerne wo es geht die Zeit nehmen, um einerseits die Sorgen und Wünsche der Wüllener aufzunehmen, andererseits aber auch für repräsentative Termine, also in erster Linie Glückwünsche zu runden Geburtstagen und Ehejubiläen zur Verfügung zu stehen. „Ich kann mir die Zeit ja frei einteilen“, erklärt er. Da mittlerweile auch ein Nachfolger in der Geschäftsführung seiner Bäckerei feststehe, sei auch das kein Problem mehr.

Gute Zusammenarbeit mit anderen Ratsmitgliedern

„Und auch wenn ich einmal keine Zeit hätte, um einen Termin wahrzunehmen, bricht mir ja kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen anderes Ratsmitglied frage, ob er oder sie mich vertreten kann“, erklärt er. Ausdrücklich betont er, dass er mit den anderen Fraktionen im Ort gut zusammenarbeite. Die wollten ja alle nur das beste für den Ortsteil. Auch wenn das vielleicht aus unterschiedlichen Perspektiven heraus geschehe. „Da habe ich mit niemandem Querelen“, sagt er. Auch der bisherige Ortsvorsteher Hermann-Josef Haveloh (WGW) habe ja sehr gute Arbeit für Wüllen geleistet.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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