Bundesgesundheitsminister

Laut Medienberichten prüft Jens Spahn Chancen auf eigene Kanzlerkandidatur

Medien berichteten am Freitag, dass Jens Spahn in verschiedenen CDU-Kreisen seine Chancen auf eine Kanzlerkandidatur geprüft hat. Vom Bundesgesundheitsminister gibt es nur ein knappes Dementi.
Strebt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Höherem? Laut Medienberichten von Freitag soll er in den eigenen Reihen geprüft haben, ob er Unterstützung für eine eigene Kanzlerkandidatur bekäme. Er selbst lässt das dementieren. © picture alliance/dpa

Prüft der aus Ottenstein stammende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hinter den Kulissen, ob er schon bei der kommenden Bundestagswahl Chancen auf das Bundeskanzleramt hätte? Wie zunächst die Bild-Zeitung und der Spiegel am Freitag übereinstimmend berichteten, habe er in den vergangenen Wochen unter anderem bei einflussreichen CDU-Politikern seine Chancen auf eine Kandidatur geprüft.

Der Spiegel beruft sich dabei auf „ein halbes Dutzend“ CDU-Mitglieder, die bestätigt hätten, dass Jens Spahn bei Landtagsabgeordneten, Fraktionskollegen und Landesfunktionären nach deren Haltung zu seiner möglichen Kanzlerkandidatur gefragt habe.

Sprecher dementiert Gespräche zu möglicher Kandidatur

Der gebürtige Ottensteiner Jens Spahn ließ das über einen Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums dementieren. Das bekräftigte ein Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion am Freitagnachmittag.

Demnach sei es in den Gesprächen nicht um eine mögliche Bundeskanzler-Kandidatur Jens Spahns gegangen. Viel mehr stehe der Bundesgesundheitsminister im ständigen Austausch mit Parteimitgliedern, etwa über den anstehenden Parteitag oder die Stimmung in der Partei. Auch gehe es in diesen Gesprächen darum, für das Team Spahn-Laschet zu werben.

Jens Spahn unterstützt Armin Laschet

Jens Spahn unterstützt im Rennen um den CDU-Vorsitz NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Laut „Spiegel“ soll Jens Spahn aber versucht haben, seinen Teampartner über Umwege zur Aufgabe der Vorsitzkandidatur zu seinen eigenen Gunsten zu bewegen. Dieser habe jedoch abgelehnt.

Markus Jasper, Geschäftsführer der CDU im Kreis Borken, kommentiert eine mögliche Kanzlerkandidatur von Jens Spahn am Freitagabend nicht. „Die Frage stellt sich ja im Moment gar nicht“, sagt er. Beim CDU-Bundesparteitag in einer Woche werde ein neuer Vorsitzender gewählt. Die Kandidaten seien bekannt. Der Sieger müsse dann mit Markus Söder (CSU) in Verhandlung über einen Kandidaten treten. „Alles weitere ist Spekulation“, sagt er. Wie der Parteitag ausgehe, mag er nicht beurteilen. Wegen des Coronavirus‘ findet er erstmals rein digital statt.

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