Das Heinrich-Albertz-Haus in Ahaus ist bisher das fünfte Seniorenheim des Caritasverbands Ahaus-Vreden, in dem das Coronavirus ausgebrochen ist. Schärfere Besuchregelungen sind aktuell nicht geplant. © Johannes Schmittmann
Heinrich-Albertz-Haus

Kurz vor Massenimpfung: Corona-Ausbruch in Ahauser Seniorenheim

Ein Großteil der Bewohner und Mitarbeiter des Heinrich-Albertz-Haus konnte am Dienstag geimpft werden. Kurz zuvor ist es im Ahauser Seniorenheim aber noch zu einem Corona-Ausbruch gekommen.

Im Heinrich-Albertz-Haus in Ahaus sind aktuell 14 Bewohner und drei Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Das teilt der Caritasverband Ahaus-Vreden als Träger des Seniorenheims am Donnerstagnachmittag mit. Ein infizierter Bewohner der Einrichtung befindet sich im Krankenhaus, ein weiterer Bewohner zeigt Symptome.

Das Gesundheitsamt des Kreises Borken hatte am Abend des 5. Januar die Ergebnisse einer Reihentestung auf das Coronavirus mitgeteilt. Zuvor sind sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter regelmäßig mithilfe von Schnelltests auf SARS-CoV-2 getestet worden. Dabei hatte sich gezeigt, dass zwei Personen ein positives Testergebnis aufwiesen. Christian Bödding, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Caritasverband, erklärte: „In beiden Fällen handelte es sich um Bewohner der Einrichtung.“

Gemeinsam mit dem Kreis wurde daraufhin entschieden, die Reihentestung vorzunehmen – mit dem oben beschriebenen Ergebnis. Alle nicht-infizierten Bewohner und Mitarbeiter des Hauses wurden am 6. Januar – wie geplant – geimpft. Auch für die aktuell mit dem Coronavirus infizierten Bewohner und Mitarbeiter ist das Thema nicht durch. „Wir werden die Impfung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen“, so Bödding.

Seit Mittwoch für Besucher gesperrt

Das Heinrich-Albertz-Haus ist seit Mittwoch, 6. Januar, für Besucher gesperrt. In den betroffenen Bereichen der Einrichtung wird unter Quarantänebedingungen gearbeitet. Die Mitarbeiter tragen Schutzanzüge und FFP2-Masken.

Die notwendige Isolation von positiv getesteten Bewohnern wurde sofort eingeleitet und eine räumliche Trennung in infizierte und nicht-infizierte Bereiche vorgenommen. Einrichtungsleiter Martin Overbeck bittet für die getroffenen Maßnahmen alle Bewohner und deren Angehörigen um Verständnis.

Wie lange der Ausnahmezustand anhalten wird, ist noch unklar. Christian Bödding erklärte: „Entscheidung, wann zum Beispiel das Besuchsverbot aufgehoben werden kann, treffen wir immer in Absprache mit dem Kreis Borken.

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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