Kunst wird vor dem Ahauser Barockschloss lebendig

Kunstmarkt Ahaus

„Kunst am Schloss“ ist mittlerweile ein Begriff: Die zweitägige Veranstaltung mit einem facettenreichen Angebot vor barocker Kulisse zieht immer wieder an.

Ahaus

, 16.09.2018, 17:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine Attraktion am Sonntag war John Eicke, der sich auf dem Kunstmarkt von Besuchern bemalen ließ.

Eine Attraktion am Sonntag war John Eicke, der sich auf dem Kunstmarkt von Besuchern bemalen ließ. © Kippic

Das Wetter spielte weitgehend mit, als am Wochenende der Kunstmarkt am Schloss in Ahaus mit 55 Ständen die Besucher auf die Schlossinsel lockte.

Überwiegend niederländische Anbieter waren gekommen, um ihre vielfältigen kreativen und künstlerischen Angebote vorzustellen. Jolanda Bouwmeesters aus Haaksbergen gehört bereits zu den Dauergästen auf dem Ahauser Kunstmarkt. Ihre Plastiken aus Keramik bemalte sie vor den Augen der Besucher. „Ich bin bereits das dritte Mal auf dem Kunstmarkt. Es gab immer interessierte Besucher“, freute sich Bouwmeesters über das besondere Interesse von drei Frauen aus Heek, die jedes Mal an ihrem Stand vorbeischauen. „Vor drei Jahren haben wir bei der Künstlerin eine Kugel gekauft. Deshalb schauen wir jedes Jahr vorbei, was es Neues gibt. Danach besuchen wir immer den Stand mit den Knopfarmbändern“, verriet Marion Uhlenkott, eine der Frauen aus dieser Gruppe.

Kunst aus Knöpfen

Bei Ans Hendriksen aus Oldenzaal fielen die Knopfarmbänder als kreative Verwertung überzähliger Knöpfe ins Auge. Auch sie war zum dritten Mal auf dem Ahauser Kunstmarkt. „Das ist ein ganz schöner Markt hier. Die Umgebung ist schön und die Menschen sind interessiert“, begründete Hendriksen, warum sie immer wieder kommt.

Andere Aussteller waren zum ersten Mal auf dem Kunstmarkt wie Zacco van Munster aus Oldenzaal. „Ich bin oft auf Kunstmärkten unterwegs. In Ahaus bin ich auch nur einen Tag, morgen stehe ich wieder woanders“, so van Munster. Von anderen Ausstellern hatte er schon gehört, dass frühere Kunstmärkte deutlich größer waren. Die Abgeschiedenheit auf der Schlossinsel hatte aber auch unvorhergesehene Vorteile, welche die Malerin Marian Chmielnik, gebürtige Niederländerin mit Wohnsitz in Alstätte, am Samstag umschrieb: „Ich brauche heute Abend meinen Stand nicht abräumen. Das Tor zur Vorburg wird geschlossen und es gibt eine Bewachung der Stände bis morgen früh.“

Von Hobby zu Hobby

Heinz Kernebeck aus Gronau war einer der wenigen deutschen Künstler. Auch er kommt immer wieder gern mit seinen Gemälden nach Ahaus. Er malt seine großformatigen Bilder nach Vorlagen eines befreundeten Fotografen. „Wir sind beide Amateure, wie die meisten Aussteller hier auf dem Kunstmarkt. So ergänzt ein Hobby das andere“, sagte Kernebeck. Das gefielt offensichtlich auch den zahlreichen Besuchern.

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