Kulturfest lockte als großes Familienfest zahlreiche Besucher an

dzBIZ Ahaus

Zum neunten Mal hat das Bildungs- und Integrationszentrum Ahaus (BIZ) seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Leckere Speisen standen im Mittelpunkt.

Ahaus

, 22.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Einmal im Jahr öffnet das Bildungs- und Integrationszentrum Ahaus (BIZ) in der Ridderstraße 7 in Ahaus seine Pforten für die Öffentlichkeit. In diesem Jahr veranstaltete der Islamische Kulturverein, der zum Kölner Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) gehört, etwas früher als sonst das traditionelle Fest. „Normalerweise machen wir das immer Anfang Mai. Der Fastenmonat Ramadan beginnt in diesem Jahr für uns schon am 6. Mai. Deswegen haben wir das vorverlegt und werden bei dem nächsten Stadtfest auch nicht dabei sein. Im Oktober möchten wir deshalb noch einmal ein Kulturfest machen“, erklärte der BIZ-Vorsitzende Hasim Kücükaydin.

Seit dem ersten Kulturfest vor neun Jahren kamen immer mehr Besucher, um die exotisch-kulinarischen Angebote zu probieren. Vor allem habe es auch immer mehr Nicht-Mitglieder ohne Migrationshintergrund angelockt, berichtete Kücükaydin.

Mitglieder haben tagelang gebacken und vorbereitet

57 Familien sind derzeit als Mitglieder beim BIZ registriert. „Jede Familie besteht im Schnitt aus vier Personen. Sie kommen nicht nur aus Ahaus, sondern aus vielen Nachbarorten“, so Kücükaydin. Bei diesem dreitägigen Kulturfest waren allein 25 fleißige Helfer und Helferinnen im Einsatz, am Grill, am absolut alkoholfreien Getränkeausschank oder an den anderen Ständen. Dafür haben die Mitglieder tagelang gebacken und vorbereitet, alles wie immer ehrenamtlich.

Für Özcan Yildiz aus Vreden und Ibrahim Cankar aus Ahaus und ihre Familien war das Kulturfest ein willkommener Anlass, sich zu begegnen und miteinander zu speisen. Beide Besucher gehören seit Jahren dem BIZ an, das 2010 in Ahaus an diesem Standort gegründet wurde. „Bei diesem Fest steht das Essen im Vordergrund. Wir kennen uns alle untereinander und fühlen uns wohl“, betonte Yildiz. „Hier trifft man nur Freunde“, ergänzte Cankar.

Gespräche fördern und Vorurteile abbauen

Kamen neue Besucher hinzu, hörte man überall freudige Begrüßungsformeln. „Deutsche Mitbürger“, wie Kücükaydin sie bezeichnete, sah man allerdings am Ostersonntagnachmittag kaum. „Die kommen meist erst später. Die meisten Deutschen essen ja erst gegen Abend“, sagte Özcan Yildiz.

Das Kulturfest diente von Anfang an dazu, Gespräche mit Deutschen zu fördern und Vorurteile abzubauen. „Morgen kommt die Polizei mit einem Einsatzwagen. Da können die Kinder mal drinsitzen und Fragen stellen, um die Angst vor der Polizei abzubauen“, freute sich Kücükaydin auf dieses Angebot.

Noch mehr freute er sich auf das kommende Jahr: „Da feiern wir zehn Jahre BIZ. Dann wollen wir etwas Besonderes machen. Das ist aber noch geheim.“

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