Kindergärten bleiben geschlossen: Größere Nachfrage nach Notbetreuung

dzCoronavirus

Während Schulen und die ersten Geschäfte nun schrittweise wieder öffnen dürfen, bleiben Kindergärten erst einmal noch geschlossen. Doch zeitgleich steigt die Nachfrage nach der Notbetreuung.

Ahaus

, 17.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schulen öffnen schrittweise wieder, die ersten Geschäfte dürfen auch den Betrieb wieder aufnehmen. Die Kindergärten hingegen bleiben erst einmal auf unbestimmte Zeit geschlossen. Allerdings wird die Notbetreuung deutlich ausgeweitet, wie am Freitag bekannt wurde.

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Ab dem 23. April sollen auch Kinder von Eltern betreut werden, die zum Beispiel in einer Tankstelle, in der Forschung, in der Herstellung von Nahrung für Menschen oder Tiere, im Großhandel, in Kindergärten, als Rechtsanwalt, Landwirt oder Hausmeister arbeiten.

Eltern im Einzelhandel können wieder arbeiten gehen

Das sorgt dafür, dass auch in Ahaus die Nachfrage nach einer Notbetreuung ansteigt. „Wir hatten am Freitag bereits die ersten Anfragen von Eltern und das wird sicher noch mehr werden“, sagt Stadtpressesprecherin Anna Reehuis.

Ähnlich sieht es bei den katholischen Kindergärten aus. Dort kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. „Wir haben jetzt deutlich mehr Anfragen, weil ja ab Montag einige Einzelhändler wieder öffnen dürfen und Eltern somit wieder arbeiten gehen können, die vorher auf eine Notbetreuung verzichtet haben“, erklärt Verbundleiter Jutta Brüggemann.

Neue Gruppen für die neuen Kinder in der Notbetreuung

Bislang gab es an den katholischen Kindergärten drei Gruppen mit jeweils drei bis fünf Kindern. „Ab Montag werden wir dann voraussichtlich an vier unserer fünf Einrichtungen eine Notbetreuung öffnen“, sagt Jutta Brüggemann.

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, werden für die neuen Kinder auch neue Gruppen gebildet. Die alten Konstellationen samt Erzieherinnen bleiben wie gehabt zusammen, sie werden nicht untereinander gemischt. „Wir wollen weder Kinder noch Mitarbeiter gefährden“, macht Jutta Brüggemann deutlich.

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In den städtischen Kindergärten wurden bislang 41 Kinder in 13 Einrichtungen betreut. Zehn Kinder sind zudem in der Tagespflege angemeldet. An den Schulen wird das Angebot nach Angaben der Stadt zurzeit „von relativ wenigen Kindern“ in Anspruch genommen. Doch auch das könnte sich nun ändern.

Sozialarbeiter halten Kontakt zu den Familien

Ein besonderes Augenmerk liegt momentan auch auf den sozialen und familienunterstützenden Diensten. „Es ist wichtig, durch die Sozialarbeiter einen engen Kontakt zu den Familien zu behalten, gerade weil sich die Tagesstruktur so immens verändert hat und ganze Familien zu Hause, in manchmal kleinen Wohnungen, die Zeit verbringen müssten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Demnach gab es in Ahaus bislang aber keine besonderen Vorkommnisse.

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