Josef Terhalle möchte als Ortsvorsteher Ottenstein voran bringen

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Für knapp über 4000 Menschen in Ottenstein will Josef Terhalle der erste Ansprechpartner sein. Als Ortsvorsteher will sich der Unternehmer Zeit für sie nehmen – und hat für seinen Ortsteil viel vor.

Ottenstein

, 20.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über zu viel Langeweile kann sich Josef Terhalle eigentlich nicht beklagen. Der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Terhalle beschäftigt 330 Mitarbeiter in Ottenstein, ist stellvertretender Stadtbrandmeister, Mitglied im Rotary-Club, sitzt im geschäftsführenden Vorstand des Zimmererverbands und ist CDU-Ratsherr.

Seit der Ratssitzung Anfang November ist er zusätzlich auch noch der neue Ortsvorsteher von Ottenstein. „Dafür muss man sich einfach die Zeit nehmen“, sagt er. Schließlich wolle er den Ort voran bringen und nicht einfach still stehen lassen. Dass es dabei oft nicht so schnell voran gehe, wie beispielsweise im eigenen Unternehmen müsse er hinnehmen. „Manches dauert eben einfach ein bisschen“, erklärt er lächelnd.

Viele Themen um Ottenstein attraktiv zu halten

Genug Themen gibt es in Ottenstein: Hochwasserschutz, Kindergarten und Grundschule, attraktive Arbeitsplätze, Wohnungen für Senioren seien nur eine kleine Auswahl. „Man muss den Ort attraktiv machen und halten“, sagt er. Das betreffe natürlich nicht nur ihn als Ortsvorsteher, sondern die Politik insgesamt. „Aber ich nehme die Dinge gerne mit, die den Ort betreffen“, sagt er.

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Schon über elf Jahre habe er mit Karl-Heinz Terbrack dafür zusammengearbeitet. Von dem hat er das Amt des Ortsvorstehers übernommen. „Ein sehr gut bestelltes Feld“, wie er am Mittwochmittag in seinem Büro in Ottenstein urteilt.

Ansprechpartner für über 4000 Ottensteiner

Als erster Ansprechpartner für die Ottensteiner will er sich die Sorgen und Nöte der knapp über 4000 Ottensteiner anhören. Er selbst sei ein absoluter Poahlbürger. Dabei ist er begeistert davon, wie sich der Ortsteil entwickle. „Meine Schwester war 1967 die 2000. Ottensteinerin“, sagt er fröhlich lachend. Heute seien es eben über 4000, daran könne man sehen, wie attraktiv der Ortsteil sei.

Das würden eben nicht nur Ottensteiner selbst so sehen, sondern auch viele Zugezogene von außerhalb. „Wir versuchen hier im Ort eine gute Gemeinschaft für alle zu bieten“, sagt er. Ohne das Ehrenamt und ohne das vielfältige Vereinsleben sei das natürlich gar nicht denkbar. Auch dafür müssten die notwendigen Grundlagen geschaffen werden. Gleichzeitig will er den Ortskern attraktiver gestalten. „Die Ortskernentwicklung ist ein ganz großes Thema für die kommenden Jahre“, sagt er. Auch das Gelände der ehemaligen Burg solle dort einbezogen werden. Aber das sei noch Zukunftsmusik.

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„Ganz einfach geht es ja erst einmal darum, das Notwendige für das tägliche Leben im Ort zu halten“, sagt er. Dafür blickt er in die Nachbarschaft. In Wessum beispielsweise sei ja der letzte niedergelassene Arzt weggezogen. Das möchte er sich für seinen Ortsteil lieber nicht vorstellen.

Gleichgewicht zwischen Kernstadt und Ortsteilen muss stimmen

Natürlich gehöre Ottenstein zu Ahaus und natürlich profitierten alle Ortsteile von der Kernstadt. „Aber 50 Prozent von Ahaus sind eben die Ortsteile.“ Da müsse das Gleichgewicht auch politisch stimmen. Aktuell glaube er allerdings, dass das gut funktioniere. Dafür will er auch als Ratspolitiker weiter sorgen. Denn eine Trennung von Ratsmandat und der Tätigkeit als Ortsvorsteher könne er sich nicht vorstellen. „Das Ehrenamt lebt ja auch durch den Rat“, sagt er. Nur so könne er als Vermittler und Ansprechpartner dienen.

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Als Ortsvorsteher sei er natürlich auch Repräsentant und Gratulant der Stadt: „Bei runden Geburts- oder Hochzeitstagen“, erklärt er. Für ihn kein Problem. Schließlich könne er sich durch seine berufliche Position die Zeit frei einteilen. Und diese Zeit nehme er sich für das zusätzliche Ehrenamt und die damit verbundenen Aufgaben sehr gerne.

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