Die Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat hatte in den vergangenen Jahren bereits mit verschiedenen Aktionen – hier eine Ausstellung zum Koran im Jahr 2019 – auf sich aufmerksam gemacht. © picture alliance/dpa
Ahmadiyya Muslim Jamaat

Islamische Religionsgemeinschaft diskutiert über Rassismus im Alltag

Wie rassistisch ist der Alltag? Die Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat will am Mittwoch darüber diskutieren. Unter anderem mit der Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß.

Welche Rolle spielt Rassismus im Alltag in Ahaus? Die islamische Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat möchte am Mittwoch, 26. Mai, online über dieses Thema diskutieren und hat dazu Bürgermeisterin Karola Voß sowie eine Vertreterin des Kreises Borken gewonnen.

„Als Muslime der Ahmadiyya Muslim Jamaat sind wir stets um den Dialog mit unseren Mitmenschen bemüht“, heißt es in der Ankündigung der Gruppe. Am Mittwoch, 26. Mai, lädt die Gemeinde zu einer Podiumsdiskussion ein. Darin soll es um das Thema Rassismus in der Gesellschaft gehen.

Versteckter Rassismus im Alltag werde stärker

Auch wenn offen zur Schau getragener Rassismus in Ahaus eigentlich keine Rolle spiele, sei der Rassismus im Alltag dennoch auf dem Vormarsch, erklärt Talha Khawaja, der für die Gemeinde in Ahaus die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. „Es gibt den unbewussten und versteckten Rassismus“, sagt er. Und der werde leider schlimmer.

Etwa wenn darüber gesprochen werde, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre. „Natürlich ist Deutschland ein christlich-geprägtes Land“, sagt er. Doch die zweitgrößte Religion sei eben auch hier der Islam. Es gebe immer noch Menschen, die das nicht akzeptieren wollten.

In der Podiumsdiskussion spricht der Imam und Theologe der Gemeinde Sharik Amer Iftikhar darüber mit Bürgermeisterin Karola Voß und Sandra Schulz-Kügler, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums beim Kreis Borken. „Es geht nicht um einen Frontalangriff“, sagt Talha Khawaja, sondern darum, gemeinsam Lösungen zu suchen.

Teilnahme an der Podiumsdiskussion ist per Zoom möglich

Die kostenlose Anmeldung erfolgt über die Plattform Zoom (https://zoom.us/j/95448163718); Meeting ID: 954 4816 3718. Zuhörer können sich ab 18 Uhr einloggen. Teilnehmer sollen während der Podiumsdiskussion eigene Fragen per Chat stellen können. Weitere Fragen beantwortet Talha Khawaja, Tel. 0157/33803731; E-Mail: khawajatalha682@gmail.com

In Ahaus spielt die Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat nur eine kleine Rolle. Das Gemeindezentrum der Gruppe befindet sich zwar hier, der Gebetsraum liegt allerdings in Gronau. Rund 80 Personen zählen zu der muslimischen Gemeinde.

Die Podiumsdiskussion in Ahaus ist dabei Teil einer bundesweiten Kampagne der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Wegen der Coronapandemie kann sie ausschließlich digital stattfinden.

Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine aus der Ahmadiyya-Bewegung hervorgegangene Religionsgemeinschaft, die in Indien ihren Ursprung hat und sich auf den Islam und Mirza Ghulam Ahmad beruft. Sie wird von einem Kalif genannten spirituellen Oberhaupt geführt. In Deutschland hat sie nach eigenen Angaben etwa 40.000 Mitglieder und betreibt 50 Moscheen. (Quelle: www.wikipedia.de)

Zu der Gemeinde in Ahaus gehören rund 80 Personen. Sie hat ihren Sitz in Ahaus, ihr Gebetsraum liegt allerdings in Gronau.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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Stephan Rape

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