Stadtplaner Walter Fleige hat mit seinen Äußerungen zum K+K-Komplex für leichte Irritationen gesorgt. © Johannes Schmittmann
Marienplatz

Irritationen um K+K-Komplex: Tobias Groten dementiert Tobit-Rückzug

Der Ahauser Stadtplaner Walter Fleige hat mit einem Kommentar zum Leerstand im K+K-Center für Irritationen gesorgt. Zieht sich Tobit.Labs aus dem Komplex zurück? Tobias Groten widerspricht.

Bei den Diskussion rund um die Innenstadtentwicklung (wir berichteten) durfte ein Thema nicht fehlen: der Gebäudekomplex am Marienplatz, den Hubert Kersting (UWG) in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses als „Bausünde der 80er-Jahre“ bezeichnete. Das Ausschussmitglied fragte: „Warum wurde dieses in Teilen leerstehende Gebäude nicht in das Innenstadtkonzept mit eingebunden?“

Stadtplaner Walter Fleige antworte: „Wir haben uns natürlich überlegt, ob wir das K+K-Center in den Geltungsbereich mit einbeziehen. Für Außenstehende gibt es sicherlich Gründe, diese ‚Bausünde‘ dauerhaft zu reparieren.“ Die Gespräche mit dem Eigentümer, also dem Gronauer Unternehmen „Klaas + Kock“, gestalten sich allerdings schwierig. „Um es vorsichtig zu formulieren, zeigen sie sich sehr reserviert, wenn es um die Umgestaltung geht“, so Fleige.

Missverständliche Äußerungen

Für Irritationen sorgte eine etwas missverständlich formulierte Äußerung, die der Stadtplaner in seiner Antwort an Hubert Kersting fallen ließ. „Leerstand haben wir nur in einigen Bereichen. Bis vor Kurzem gab es in einer der oberen Etagen noch eine Diskothek, doch die ist leider corona-geschuldet wieder rausgegangen.“ Gemeint war offenbar die vom Ahauser Unternehmen Tobit.Labs betriebene Disco „Next“, die im Sommer vergangenen Jahres zum coronakonformen Nachfolger „Next One“ umgewandelt wurde.

Steht der nach eigenen Angaben „digitalste Club“ der Welt also schon wieder vor dem Aus? Die Antwort: jein. Tobias Groten, CEO von Tobit.Labs, hatte bereits im Oktober 2020 klargestellt, dass es an dieser Stelle keine Disco mehr geben wird. Auch jegliche Assoziation dazu solle verschwinden. „Wir planen für die Zukunft mit einem ganz anderen Konzept.“ Seine Idee damals: „Ein hervorragend belüftetes Indoor-Umfeld mit einer Anzahl von verschiedenen Gastronomie-Betrieben mit durchgängig digitalisierten Diensten. Mit Öffnungszeiten, die in die Zeit passen.“

Tobit.Labs hat weiterhin große Pläne

Das bedeutet aber auch: Tobit.Labs hat sich als Pächter nicht zurückgezogen. Das bestätigte Tobias Groten auf Nachfrage: „Ich habe auch über das Statement von Walter Fleige gestaunt, dass das ‚K+K-Center‘ nicht belegt sei. Natürlich hat sich nichts an der Situation geändert. Im Gegenteil: Aus dem Next ist das Next One geworden, das nur deshalb nicht geöffnet hat, weil es nicht erlaubt ist.“ Auch auf der Homepage (www.next-one.club) wird derzeit die „Season 21“ angekündigt.

Auf Anfrage der Redaktion erklärte Walter Fleige, was ihn zu dieser Aussage bewegt hatte: „Ich habe den Medien entnommen, dass die Disco schließt und auch nicht wieder öffnen möchte. Nur darauf habe ich mich bezogen und mehr wollte ich mit meinem Kommentar auch nicht sagen. Ob weiterhin Verträge laufen, entzieht sich meiner Kenntnis.“

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
Zur Autorenseite
Johannes Schmittmann

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.