In den Niederlanden wird der Pfingstmontag von vielen zum Bummeln genutzt

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Am Pfingstwochenende wird auch in den Niederlanden einiges geboten. Und am zweiten Feiertag haben sogar viele Geschäfte geöffnet, wie unsere Kolumnistin Naomi Herwing weiß.

von Naomi Herwing

Ahaus

, 08.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Dieses Wochenende ist etwas länger als die normalen Wochenenden. Die meisten dürfen sich über einen freien Tag zusätzlich freuen. Die Kunst heutzutage ist es, noch zu wissen, wieso man eigentlich einen freien Tag bekommt.

Da die Kirche in vielen Familien einen immer geringeren Stellenwert einnimmt, ist es für manche ein Rätsel, wieso der Tag frei zur Verfügung steht. Persönlich sorge ich in der Grundschule immer dafür, dass die Schüler zumindest ein bisschen Bescheid wissen. Wie viel davon behalten wird, liegt an den Schülern und deren Eltern.

Jede Woche wirft unsere Kolumnistin Naomi Herwing einen Blick ins Nachbarland. Die Niederländerin lebt in Ahaus und stammt aus Geleen in der Provinz Limburg.

In den Niederlanden sind die Meinungen zu diesem Feiertag genauso geteilt wie hier in Deutschland. Oft wird er für Aktivitäten mit Familie und Freunden genutzt. Der große Unterschied ist, dass in den Niederlanden viele Läden am Pfingstmontag geöffnet haben. Viele nutzen die verkaufsoffenen Feiertage für einen Innenstadt-Bummel.

Für Musikliebhaber beginnt am Samstag das „Freshtival“ am Rutbeek. Ein Musikfestival, das auch am Sonntag noch stattfindet und jedes Jahr größere Bekanntheit erlangt, auch auf deutscher Seite. Mit verschiedenen Podien und sehr vielen verschiedenen Musikern, Foodtrucks, einem Campingplatz und vielen geselligen Rückzugsorten, an denen man sich entspannen kann.

„Kunsten op straat“

Das ist aber längst nicht die einzige Möglichkeit für Kurzweil an diesem Wochenende. In der Innenstadt von Enschede locken die „Kunsten op straat“ die Besucher. Das sind verschiedene Acts von Musik bis Theater, die das Publikum verzaubern möchten, und zwar drei Tage lang. Im Allgemeinen vielleicht etwas familientauglicher.

Mittelalterliches in Doesburg

Doesburg lädt heute ebenfalls zu einem spontanen Besuch. Diese kleine Stadt zwischen Doetinchem und Arnhem feiert ihren Ursprung. Im Mittelalter war sie eine Handelsstadt und genau das wird jetzt gefeiert. Es gibt Schauspieler in Originalkleidung, Musik, alte Handwerkskunst, Theater und einen riesigen Tisch, an dem 2000 Menschen Feldsuppe kosten können. Ebenfalls attraktiv für Familien.

Für alle, die gerne ein Festival besuchen möchten und keine Karten mehr für das Freshtival bekommen haben, bietet sich heute und morgen in Lichtenvoorde eine Alternative. Die Musiker sind zwar nicht so bekannt, die Atmosphäre allerdings angenehm. Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

In den Niederlanden wird der Pfingstmontag von vielen zum Bummeln genutzt

Naomi Herwing lebt in Ahaus und stammt aus Geleen in der Provinz Limburg. © Foto: Thorsten Ohm

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