Holz, Stahl, Stein

Ahaus Das Nachbarhaus ist schon fix und fertig. Und im Garten gedeihen sogar schon die Kartoffeln und Sonnenblumen. Andreas und Petra Könning blicken aus ihrem Rohbau über Sandberge und Baumaterialien hinweg in Nachbars gepflegten Garten: "Eigentlich wollten wir ja auch schon längst hier wohnen."

01.07.2008, 19:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und eigentlich wollte die Münsterland Zeitung schon im Sommer 2007 in einer Serie über den Häuslebau der Familie Könning im Neubaugebiet Hoher Kamp West berichten. Aber es kam alles ganz anders. Und das mehr als einmal: Zuerst das vergebliche Warten auf öffentliche Mittel, dann ein neuer Plan:

Das ursprünglich geplante Holzständerwerk sollte durch ein Stahlständerwerk ersetzt werden. Eine niederländische Stahlbaufirma wollte das Haus der Könnings als Musterhaus errichten. Sollte und wollte - am Ende lief das ganze in eine planerische Sackgasse, die die Könnings jede Menge Nerven und Zeit kostete. "Die Holländer kamen mit den Plänen nicht klar, plötzlich gab es Zimmer ohne Fenster und die Türen waren viel zu schmal", schüttelt Andreas Könning den Kopf.

Immer nur vertröstet

Monat um Monat verging. Der Bauherr wurde immer wieder vertröstet. Der Herbst kam. Und dann hätten die niederländischen Stahlbauer auch noch mehr Geld gewollt. "Es gab so manchen Tag, an dem ich das Grundstück am liebsten wieder verkauft und den Neubau aufgegeben hätte", blickt Petra Könning zurück. Dass sie dies lachend tut, hat einen Grund: Es geht jetzt endlich voran, Stein für Stein.

Im vergangenen Dezember zogen die Könnings die Notbremse und trennten sich von den Stahlbauplänen. Die Rückkehr zu den Ursprungsplänen eines Holzständerhauses war indes aus statischen Gründen verbaut, weil der Keller schon fertig war. So wurde nochmals umgeplant. Im konventionellen Massivbau wuchs jetzt das Haus stetig in die Höhe.

Schöner Jahresausklang

Andreas Könning misst schon die Fenster aus. "Die werde ich auch selbst einbauen", schließlich ist er ja als Wintergartenbauer ein Mann vom Fach. Klempner und Elektriker stehen auch schon in den Startlöchern. "Mit dem Einzug könnte es theoretisch in diesem Jahr noch klappen", lacht Petra Könning. "Aber ich lege mich überhaupt nicht mehr fest." Auch wenn das letzte Jahr in Sachen Hausbau für die Könnings ein verlorenes war, so hat es familiär übrigens einen höchst erfreulichen Ausklang genommen: Am 31. Dezember kam Arne Phill auf die Welt, der dritte Sprössling der Familie. gro

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