Auch Enkelin Catharina ist begeistert von der Krippe im Ottensteiner Wald. © Privat
Weihnachtskrippe

Herrenlose Krippe im Ottensteiner Wald ist in diesem Jahr gewachsen

Manfred Wiesten hat in seinem Wald am Markenweg in Ottenstein eine „herrenlose“ Krippe gefunden. Mittlerweile hat er sie zum dritten Mal an gleicher Stelle wieder aufgebaut.

In der Vorweihnachtszeit vor drei Jahren hat Manfred Wiesten die Krippe am Rand des Markenwegs in Ottenstein zum ersten Mal entdeckt. Eine kleine Krippe, die Figuren sind etwa 15 Zentimeter hoch. Versteckt unter Baumrinde, Ästen und Blättern. Jemand hatte sie am Wegesrand aufgestellt. Wer das war, weiß Manfred Wiesten bis heute nicht.

Als die Krippe auch nach dem Weihnachtsfest nicht abgebaut wurde, hat Manfred Wiesten sie das Jahr über bei sich verwahrt. Nun hat er sie zum dritten Mal an der gleichen Stelle aufgebaut.

Manfred Wiesten hat herrenlose Krippe bei sich verwahrt

Manfred Wiesten hat vor vielen Jahren ein Waldgrundstück in Hörsteloe erworben. Das dortige Gebiet mit seinen Bewohnern ist für den Bottroper und seine Familie inzwischen zur zweiten Heimat geworden.

Die Bauern in der Nachbarschaft habe er gefragt, von wem die Weihnachtskrippe sein könne, nachdem sie auch nach dem 2. Februar 2018 noch nicht abgebaut wurde. „Es gebe da eine Interessengemeinschaft, die könnte sie aufgestellt haben“, hieß es. Genaueres wusste keiner.

Im diesen Jahr wurde die Krippe von anderen Spaziergängern noch ergänzt.
Im diesen Jahr wurde die Krippe von anderen Spaziergängern noch ergänzt. © Markus Gehring © Markus Gehring

Damit die Krippe nicht verkommt oder zerstört wird, hat Manfred Wiesten damals einen Entschluss gefasst. „Als diese Krippe nach der Weihnachtszeit immer noch stand, habe ich sie abgebaut und während des Jahres aufbewahrt“, sagt er. Zu Beginn der nächsten Weihnachtszeit hat Wiesten die Krippe dann wieder hervorgeholt. „Nun steht diese Krippe im dritten Jahr an gleicher Stelle.“

Andere Spaziergänger haben Krippe mit Stern und Licht ergänzt

Die Tradition der Weihnachtskrippe reicht weit zurück. „Mir selber ist eine Krippe wichtiger als ein Tannenbaum“, sagt Wiesten. So sehen es ebenfalls die Bauern und Leute aus der Nachbarschaft. „Die waren alle davon begeistert.“

In diesem Jahr wurde die Krippe von anderen Spaziergängern ergänzt. „Einer meiner Söhne war am Samstag da und jemand hat ein zusätzliches Licht und einen Stern aufgehängt“, sagt Manfred Wiesten. „Ich finde so etwas einmalig. Andere gehen vielleicht achtlos daran vorbei.“

Über die Autorin
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In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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Anne Schiebener

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