Hartmut Liebermann: Engagierter Demokrat mit einer Mission

Ehrenamtswoche

Die Stadt Ahaus und die Freiwilligen-Agentur „handfest“ geben zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements engagierten Ahausern eine Bühne und stellen ihr Wirken für die Gesellschaft vor.

Ahaus

14.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hartmut Liebermann

Hartmut Liebermann © FOTO: Christian Boedding

„Wir schaffen das!“ – diesen Aufruf der Bundeskanzlerin von 2015 nimmt Hartmut Liebermann wörtlich. „Eine demokratische Gesellschaft und das Zusammenleben in ihr funktioniert nur, wenn sich Menschen selbst dafür engagieren“, sagt Hartmut Liebermann.

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Seit 1977 ist der 71-Jährige in Ahaus ehrenamtlich aktiv und engagiert sich in der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ und seit 2015 im Forum Ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe Ahaus (FEFA).

Urgestein der Bürgerinitiative

Über viele Jahre war er Pressesprecher der Bürgerinitiative, Mitorganisator ungezählter Informations-, Diskussions- und Protestveranstaltungen seit vier Jahrzehnten, nahm an regionalen und überregionalen, bisweilen auch internationalen Konferenzen und Gesprächsforen zum Thema Atomenergie teil.

„Ich halte die Nutzung der Atomenergie zur Energieerzeugung für zu riskant und insbesondere die sichere Beseitigung des auf Jahrtausende strahlenden Atommülls ist für mich ein ungelöstes Problem“, so Hartmut Liebermann, „deswegen droht das angebliche „Zwischenlager“ in Ahaus auch in Wahrheit zu einem Endloslager zu werden.“

Stadtrat umgestimmt

Besonders erfreulich sei es für ihn, dass es der Bürgerinitiative gelungen sei, den Widerstand über Jahrzehnte aufrecht zu erhalten und damit zum Ausstieg aus der Atomenergienutzung beigetragen zu haben.

Dass es gelungen sei, die Menge der Atommülls, der nach Ahaus kommen sollte, immerhin deutlich zu begrenzen und dass nach jahrzehntelangen vergeblichen Anstrengungen seitens der BI der Rat der Stadt Ahaus endlich eine Kehrtwende gemacht habe und gegen weitere Atommüll-Transporte zu klagen beschlossen habe.

Engagement in der Flüchtlingshilfe

Im Bereich der Flüchtlingshilfe gehören Organisation regelmäßiger Treffen, Koordination von Hilfsmaßnahmen, Sprachunterricht für Geflüchtete und die Beratung und Betreuung einzelner Geflüchteter zu seinen Aufgaben.

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Eine ganz besondere Erinnerung hat Hartmut Liebermann hier an eine Nachricht über ein junges Mädchen, das vor einigen Jahren aus Afghanistan floh, hier in Ahaus am Alexander-Hegius-Gymnasium das Abitur gemacht hat und im kommenden Semester ihr Studium antritt.

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich bei der Ahauser Freiwilligenagentur „handfest“ melden. Kontakt: Angelika Litmeier, Schloßstraße 16, Tel. (02561) 95 23 33. Mehr Infos dazu und weitere Porträts von engagierten Ahauser Bürgern gibt es im Internet.
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