Guten Morgen: Heiß-geliebter Schrottsammler-Sound

Kolumne

In unserer Kolumne „Guten Morgen“ wünschen wir mit unterhaltsamen Geschichten einen guten Start in den Tag. Heute geht es um eine kleine nervige Melodie.

09.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Schrottsammler hat den Tag gerettet.

Der Schrottsammler hat den Tag gerettet. © picture alliance / dpa

Haushaltsauflösung. Die kleine gemeine Schwester des Umzugs. Der Vorteil ist, dass man beim Einpacken und Abbauen nicht ganz so sehr aufpassen muss. Auch wenn man hier und da mal mit einem Möbelstück an die Wand aneckt – ist ja egal, landet ja doch im Container. Schweißtreibend bleibt es trotzdem. Aber ich helfe ja gerne.

Wie auch immer: Nach stundenlangem Zerlegen, Schleppen, Fluchen, Schwitzen, Fegen und Entsorgen tauchte dann wie aus dem Nichts die Garage noch auf. Samt Elektroschrottgebirge in einer Ecke. Wohin damit? Achselzuckendes Umherstehen.

Doch dann der glückliche Moment: In die kurze Ratlosigkeit dudelte sich das schräpige Fideln eines Schrottsammlers, der just in diesem Moment mit klappriger Karosse um die Ecke bog. Wie oft hatte ich diese Melodie schon zum Teufel gewünscht. Und wie glücklich waren wir in diesem Moment, diese engelsgleichen Flötentöne zu hören. Garage leer, Pritschenwagen voll, alle zufrieden. Nur den Ohrwurm bin ich auch Tage später noch nicht losgeworden.

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